Archiv für Februar 2007

Die Leiden Des Jungen Werther

wir würden uns die leiden des jungen werther ansehen. so hieß es zumindest in unserem deutsch-unterricht aus dem munde von frau prof. höllwerth. und als sie dann auch noch den namen goethe nannte, war es schon für viele aus meiner klasse soweit, nun endlich weghören zu können. ich selbst hörte auch nicht richtig zu. ich las gerade einen brief dieses jenen werthers, welchen er an seinen freund wilhelm humml schrieb. ja, ich habe das buch schon bevor es in der schule besprochen wurde, zu lesen begonnen. und ich war begeistert. bis zur aufführung schaffte ich es leider nicht, das buch völlig auszulesen. nur knapp 100 seiten schaffte ich. leider.

erst kürzlich griff ich wieder zu diesem buch. seit dem liegt es wieder jeden abend / jede nacht auf meinem nachtkästchen, und immer wieder lese ich 2 oder 3 briefe des werthers. das buch fesselt mich einfach immer wieder durch den wunderbaren schreibstil des herrn goethe. jeder der jemals verliebt war, versteht seine worte, stimmt ihm zu, und erinnert sich vielleicht an vergangenes.

worum es eigentlich geht? der werther, ein junger mann, flüchtet von der stadt auf das land … und ist zuallererst einmal beeindruckt von der landschaft. doch eines tages trifft er (char)lotte. und verliebt sich über alle ohren in sie. doch dann taucht deren verlobter albert auf. zwischen albert und dem werther scheint sich eine freundschaft mit einer rivalität zu streiten. er versteht sich gut mit ihm, doch die frau, die albert’s werden soll, gehöre doch ihm. und wie der werther aus diesem labyrinth wieder herauskommt, ist entweder schon bekannt, und wenn nicht, dann musst du das buch wirklich selber lesen.

das theaterstück war übrigens allererste sahne. wirklich beeindruckend, wie ein einziger auf der bühne ein solches stück (es ist ja kein theaterstück sondern ein brief-roman) anschaulich macht und einen auch damit noch einmal fesselt und zum nachdenken anregt.

für leute die zumindest ein buch von goethe lesen wollen, empfehle ich dieses. die theaterstücke des altmeisters haben zeitweise doch eine verrückte sprache. der werther ist absolut lesenswert und auf alle fälle mitreißend.

ot: die leiden des jungen werther
autor: johann wolfgang von goethe
seiten: 164
verlag: reclam
veröffentlichungsjahr: 1774
digitale bibliothek: die leiden des jungen werthers
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eigene wertung: 1

Wolken.Heim.

eigentlich dachte ich ja, dass ich mit den büchern der frau jelinek nichts anfangen kann. „die klavierspielerin“ war mein letztjähriges referatbuch, ich habe es nie weiter als bis zur seite 40 gelesen. zu … verrückt war es. aber ich kaufte mir, von nobelpreis überrascht, das buch „wolken.heim“. fand es ebenso verrückt, ließ es liegen zuhause. und erst jetzt nahm ich mir vor es zu lesen. eine gute entscheidung.

dass dieses buch ein stück sein soll, habe ich erst über das nachwort kapiert. es ist ein 27 seiten langer monolog. in einer wunderbar-konfus-genialen sprache, voll mit zitaten, verweisen und wiederholungen. das buch zeigt all das auf, was von vielen unbeachtet wird. das übertriebene wir-gefühl der deutschen, den deutschen chauvinismus.

elfriede jelinek ist zurzeit österreichs umstrittenste und vielleicht auch beliebteste schriftstellerin. die klavierspielern ist das bekannteste buch, gier oder lust sind weitere. mit dem gewinn des literaturnobelpreises im jahre 2004 erhielt sie internationalen bekanntheitsgrad. was sie selbst nie wollte. sie ist anders. sie will nicht viel mit den anderen zu tun haben. sie ist viel mehr so wie die frauen, die sie in ihren büchern beschreibt.

das buch hat mich überrascht, da es, je mehr man las, immer mehr an tempo zunahm, man kapierte anfangs nicht genau, worum es jetzt nun genau geht. die ersten 10 seiten stand ich vor einem rätsel, aber dann überzeugt es einen, und man kann kaum mehr aufhören, es zu lesen. nur schade, dass es schon nach 27 seiten vorbei ist.

ot: wolken.heim.
autor: elfriede jelinek
seiten: 27 (insgesamt 63)
verlag: reclam
veröffentlichungsjahr: 1988
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eigene wertung: 1

Clockwork Orange

über den film [clockwork orange] habe ich schon geschrieben. über das konzeptalbum der toten hosen [ein kleines bisschen horrorschau] auch. und nun habe ich endlich dieses buch fertiggelesen … und deshalb auch hier die kritik.

worum es geht? um alex. alex de large. einem jungen der anfang der 80er in england lebt, mit seinen droogs (seine „freunde“) immer in die korova-milchbar geht, dort ein moloko plus trinkt (milch mit drogen), und dann durch die straßen zieht um dort unschuldige leute zu tollschocken (zusammenzuschlagen), oder das übliche rein-raus zu machen (vergewaltigung) …

wie du vielleicht schon siehst hat anthony burgess in diesem buch die nadsat-sprache, eine sprache der jugend, erfunden. anfangs fällt es etwas schwer … aber mit der zeit braucht man das glossar gar nicht mehr.

eines tages, er ist gerade erst 16, wird er gefasst. er kommt ins gefängnis, wird zu 14 jahren verurteilt … doch nach 2 jahren bekommt er die möglichkeit, durch ein neues programm, in kurze wieder in die freiheit entlassen zu werden. was dann passiert …

anthony burgess wurde 1917 geboren. bis zum jahr ‘59 war er lehrer, und als ihm ein unheilbarer gehirntumor und eine kurze weitere lebensdauer vorhergesagt wurde, begann er zu schreiben. er schrieb über 50 bücher, wobei „clockwork orange“ [1962] das erfolgreichste war. dieser erfolg wurde schon bald von burgess verhasst und kurz vor seinem tode hat er sich gewünscht, das buch nie geschrieben zu haben. ein weiteres buch ist „napoleon symphony“ [1974] … ein buch welches extra für stanley kubrick geschrieben wurde, um es zu verfilmen. dazu ist es leider nie gekommen. gestorben ist er übrigens 1993 an lungenkrebs.

normalerweise soll man das ja nicht machen … aber ich habe vorher den film gesehen und danach das buch. ich glaube, das hat mir geholfen, das buch zu verstehen. das buch liest sich super, die geschichte ist erschreckend, regt zum nachdenken an. und ist für jeden wirklich weiterzuempfehlen …

ot: clockwork orange
autor: anthony burgess
seiten: 223
verlag: heyne
veröffentlichungsjahr: 1962
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eigene wertung: 1

Klick

zugegeben … ich war in letzter zeit wieder öfters im kino. in diesem film sogar 2mal. und unverständlicherweise hat er mir beim zweiten mal besser gefallen. name? klick. schauspieler? sandler, beckinsale, walken …

worum es in diesem film geht? um eine universelle fernbedienung. stell dir vor, du hättest eine fernbedienung, mit der du dein leben steuern kannst. vorspulen, zurückspulen, pausieren, stumm schalten. alles ist möglich. und genau so ein bekommt michael newman (adam sandler). von morty (christopher walken, der kopflose aus sleepy hollow), einem erfinder aus dem geschäft „bed bath & beyond“. er steuert nun sein leben, und landet dann zu seiner ernennung zum generaldirektor (ceo), in der firma seines chefs mr. ammer (göttlich: david hasselhoff). als er aber auf den kalender sieht, bemerkt er, dass jahre vergangen sind. seine frau hat sich von ihm scheiden lassen. seine kinder sind erwachsen. und sein leben ist nicht mehr so wie es einmal war. und das schlimme … die fernbedienung lernt mit, sie merkt sich, was der benutzer am liebsten macht, und so werden vorgespulte sachen wie … duschen, im stau stehen und sex einfach vorgespult.

als erstes möchte ich einmal sagen … ich habe mir etwas komplett anderes erwartet. ich habe mir eine komödie erwartet. weil ich nicht bedacht habe, dass auch „50 erste dates“ keine reine kömodie war, sondern zum nachdenken anregte. „klick“ ist irgendwie eine neue interpretation der „weihnachtsgeschichte“ von charles dickens. adam sandler übertrifft sich wieder einmal selbst. denn durch seine schauspielerische kunst kam wieder einmal eine (!) träne im kino aus meinem auge. kate beckinsale spielt ebenso super, und es war echt wieder einmal cool, hasselhoff in einem kinofilm zu erleben … das idol meiner kinderjahre … hach. christopher walken spielt auch wieder einzigartig.

frank coraci hat schon bei „in 80 tagen um die welt“, „eine hochzeit zum verlieben“ oder „waterboy“ regie geführt. mit klick gelingt ihm scheinbar der bisher erfolgreichste film. nächstes jahr kommt übrigens „hawaiian dick“ mit johnny knoxville.

der film regt zum nachdenken. aber das ist mir est nach dem zweiten mal ansehen aufgefallen. wie schlimm das wäre. wenn man nichts miterlebt hätte. wenn alles einfach vorgespult geworden wäre. der film ist sozusagen nicht schlecht. es gibt besser filme. vielleicht wäre der film ohne komödischen anleihen noch um einiges besser gewesen. aber er ist zumindest sehenswert. für fans von sandler. und für freunde von drama-komödien.

ot: click
produktionsland: usa
fsk: freigegeben ab 6 jahren
veröffentlichungsjahr: 2006
dvd erscheinungstermin: keine ahnung
imdb-wertung: 6,8
eigene wertung (schulnote): 2-

Fight Club

mindfuck. wer wissen möchte, was fight club für ein film ist, sieht auf wikipedia unter mindfuck nach. wer sich von dem film überraschen lassen möchte, informiert sich am besten gar nicht.

worum es geht? der erzähler (dessen name den ganzen film durch nicht genannt wird) leidet an akuter schlaflosigkeit. erst durch den besuch einiger selbsthilfegruppen für teils todkranke, schafft er es, wieder etwas zu schlafen. nach einiger zeit jedoch fällt er wieder in diese schlaflosigkeit zurück. da plötzlich marla singer ebenfalls in diese selbsthilfegruppen geht. wer marla singer ist? das erfährt man lange zeit nicht. als er jedoch eines tages nach hause geht, sieht er, dass sein wohnung in einem hochhaus in flammen steht. und so ruft er die einzigen nummern die er noch bei sich hat an. zuerst jene von marla singer. aber nachdem sie sich nicht meldet, ruft er tyler durden, einen menschen, den er im flugzeug kennengelernt hat, an. und dieser lässt ihn bei sich wohnen. und sie schmieden auch die idee für den „fight club“.

wie man schon sieht … brad pitt. edward norton. meat loaf. und helena bonham carter. dass sind die wichtigsten leute von der besetzungsliste. brad pitt? bekannt. ja, vor allem durch mr. und mrs. smith, sieben (se7en), twelve monkeys, sieben jahre in tibet, rendevouz mit joe black, oceans eleven, twelve und thirteen, troja … und babel … der kommende superhit. edward norton? american history x, königreich der himmel, frida, roter drache und the score. meat loaf? vor allem bekannt durch seine musik. aber durch die filme wayne’s world, the mighty, bloodrayne usw. könnte man ihn auch als schauspieler kennen. und helena bonham carter? spielt im neuen harry potter miss beatrix lestrange. und war auch schon in big fish, planet der affen und charlie und die schokoladenfabrik zu sehen.

regisseur ist einer der größten mindfucker. david fincher. ein mann, der nicht einmal ein dutzend filme gedreht hat, aber eben doch nur hochwertige. z.b. eben fight club. oder sieben. panic room. oder bald fertig „zodiac“ oder „the curious case of benjamin button“. oder auch the game. und alien³. und ehrlich … das waren all seine filme … 7 filme. ich liebe seine filme. echt. respekt. und ein um einiges besserer mindfucker als z.b. m. night shyamalan (das mädchen aus dem wasser, the sixth sense, the village, unzerbrechlich, signs).

so … jetzt zum fazit. ich bin jacks vollkommenes defizit an überraschungen. der film ist … unglaublich. er flasht mich jeden tag wieder. wenn ich mich nur daran erinnere. er ist so … geil. ich weiß nicht. coolheitsfaktor 100. der film ist sehenswert, erstens. er fuckt deine mind. zweitens. und … keine ahnung. schau ihn dir an!

ot: fight club
produktionsland: usa
fsk: ab 16 jahren / ab 18 jahren (uncut)
veröffentlichungsjahr: 1999
dvd erscheinungstermin: 18. mai 2000
imdb-wertung: 8,6
imdb-bestenliste: platz 32
eigene wertung (schulnote): 1

Hostel

horror. ein ausgelaugteres genre gibt es zurzeit kaum. was früher der western war, vor kurzem noch der anti-kriegsfilm, das ist heute horror. saw. the ring. the texas chainsaw massacre. oder auch teenie-horror wie ich weiß (noch immer) was du letzten sommer getan hast. oder in 3 tagen bist du tot. aber dass der folgende film, hostel, zu diesem genre gezählt werden soll, das … verstehe ich nicht.

worum es geht? die zwei amerikanischen rucksacktouristen paxton und josh unternehmen mit oli, einem isländer, eine reise durch europa. auf ihrer reise erfahren sie von einem hotel, einem „hostel“ in der slowakei, in der sie willige junge, schöne frauen finden, die sich gerne mit ausländischen touristen vergnügen. sie machen sich also auf den weg dorthin … und ihre erwartungen wurden vollends erfüllt. doch nach einer nacht fehlt oli. und eine nacht drauf verschwindet auch josh. und so macht sich paxton auf der suche nach seinen freunden. und landet in der folterkammer des graues.

neben jay hernandez (paxton) spielen auch noch derek richardson (josh), eythor gudjonsson (oli), und rick hoffman als amerikanischer folterer mit. jay hernandez bekam erst nach hostel die wirklich großen rollen. so wie in world trade center und dem für 2007 angekündigten hostel 2. derek richardson etablierte sich im tv und für eythor gudjonsson war hostel der bisher einzige auftritt auf den bildschirmen dieser welt. rick hoffmann hingegen spielt bei smiley face (2006), postal und the condemned (beide 2007) mit.

seine werbung erhielt der film durch den zusatz: produzent quentin tarantino. doch der eigentliche regisseur eli roth, der bei einigen filmen von tarantino als mitglied der film-crew tätig war, wurde vor allem durch blutige, grausliche filme bekannt, wie cabin fever oder the rotten fruit. hostel war sein bisher erfolgreichster film, und deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass er jetzt schon an teil 2 arbeitet.

so, und jetzt meine meinung zu diesem film. ich fand ihn schlecht. langweilig. die erste hälfte des filmes sieht man einen softporno mit dem versuch einer kleinen handlung. die restliche hälfte sieht man blut, gequälte menschen und geschändete leichen. und eine verfolgungsjagd. okay, vielleicht bin ich etwas … hart. aber die idee, die geschichte ist interessant. die schauspieler … gut. aber … mir gefällt einfach das resultat nicht. ich habe mich nicht vor den verstümmelungen der menschen erschrocken. von aufgeschlitzten sehen, erbrochenem … davon werde ich nicht erschrocken. mir fehlte das unvorhersehbare. vielleicht auch, weil ich gerade auf der welle der mindfuckfilme schwimme. aber der film war vorhersehbar. ich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen, und nur einmal, im kino. aber vielleicht ist er ja ein kleines bisschen besser. ich bezweifle das.

ot: hostel
produktionsland: usa
fsk: keine jugendfreigabe
veröffentlichungsjahr: 2005
dvd erscheinungstermin: 27. oktober 2006
imdb-wertung: 5,8
eigene wertung (schulnote): 4

The Texas Chainsaw Massacre

ob der fleischerhaken bei „ich weiß was du letzten sommer getan hast“, die axt bei „sleepy hollow“, oder allerlei handwerkzeug bei „hostel“ … jeder „horror-schocker“ hat spezielles werkzeug. so auch in diesem remake einem der größten horror-filme aller zeiten.

eine gruppe jugendlicher (klischee 1) macht eine tour durch ganz mittel- und nordamerika. sie kiffen (klischee 2) und haben natürlich eine ladung dope aus mexiko „importiert (klischee 3). fast haben sie dann einen crash mit einer jungen frau. sie sieht verwirrt und misshandelt aus … und deshalb beschließen sie, das mädchen mitzunehmen. als dieses jedoch plötzlich eine waffe zieht, sie sich in den mund steckt … und abdrückt, kann man es kaum erwarten, weitere klischees zu sehen (nr. 4: tankstelle, nr. 5: verlassene häuser, nr. 6: verwirrtes kind, nr. 7: korrupter sheriff, nr. 8: rache usw.)

zu den schauspielern: jessica biel hat mit ihre rolle als erin ihre erste richtig große filmrolle abgestaubt. bekannt geworden ist sie ja durch mary camden aus der serie „7th heaven“ (eine himmlische familie). ihre nächste große filmrolle war in blade: trinity … und heuer folgt noch der film „home of the brave“, ein scheinbar sehr patriotischer, amerikanischer film. auf die anderen, vielen jugendlichen schauspieler möchte ich gar nicht eingehen. alle haben eine tolle filmkarriere mit mainstream-filmen gemacht …

produzent michael bay versucht mit seinem namen mehr zuschauer anzulocken. doch als regisseur von „pearl harbor“, „die insel“, „armageddon“ oder die beiden „bad boys“ filme hat er zwar viele blockbuster, aber wenig hochwertige filme geschaffen. die regie übernahm, für mich überraschend … ein deutscher. marc nispel ist berühmt für seine musikvideos (er wurde 12 mal für die mtv video music awards nominiert). das texas chainsaw massacre blieb sein bisher einziger film, zurzeit arbietet er aber an „alice“ mit sarah michelle gellar und „pathfinder“.

so. der kettensägenmörder. mr. leatherface. der wahre film, der schocker von 1974 war bis vor kurzem in deutschland beschlagnahmt oder zumindest indiziert. und deswegen erwartete ich mir einiges von diesem remake. enttäuscht. was mir schon mal gar nicht gefiel: viel zu mainstream. typischer amerikanischer teenie-horror. was mar ebenso nicht gefiel: die klischees. interessant ist, dass die person des leatherface auf einem wahren massenmörder, auf ed gein, basiert. genauso wie buffallo bill aus „das schweigen der lämmer“, der typ aus „psycho“ (hitchcock). erst „in the light of the moon“ ist der erste film, der das wahre leben des ed gein erzählt. einige gruselelemente waren, eine grausliche szenen auch. vergleichbar mit hostel, wobei mir die schockmomente von „tcm“ um einiges besser gefallen haben. obwohl mich das überrascht … eigentlich sollten ja reale menschen, die arme jugendliche quälen mehr schocken, als ein leatherface … oder? … naja, zumindest mal ansehen, eben ein typischer teenie-horror. nichts außergewöhnliches. purer mainstream. ich … möchte mir unbedingt die erste version des films, eben jene von ‘74 besorgen. bin mal gespannt, wie da der vergleich ausfällt.

ot: michael bay’s texas chainsaw massacre
produktionsland: usa
fsk: keine jugendfreigabe
veröffentlichungsjahr: 2003
dvd erscheinungstermin: 8. juli 2004
imdb-wertung: 5,9
eigene wertung (schulnote): 3

Die Üblichen Verdächtigen

wie fucked kann eigentlich deine mind werden? nach fight club, donnie darko, the sixth sense, vergiss mein nicht und vielen anderen filmen, die in letzter zeit den weg in meine dvd-sammlung gefunden haben, habe ich mir von „die üblcihen verdächtigen“ irgendwie etwas total anderes erwartet. eigentlich glaube ich, das ist eine komödie.

worum es geht? die meiste zeit erzählt der krüppel roger verbal kint (unglaublich: kevin spacey) auf dem polizeirevier die geschichte. er ist einer der wenigen überlebenden einer schiffsexplosion mit 27 toten. was er dort zu suchen hatte? er war ein teil einer fünf-mann-starken verbrechergruppe. todd (kevin pollack), fred (göttlich: benicio del toro), michael (stephen baldwin) und dean (gabriel byrne) waren seine kollegen. und was sie nun wirklich dort zu suchen hatten? sie hatten einen auftrag … vom größten mysterium der unterwelt, vom gefürchteten gangsterboss keyser soze. man verdächtigt eigentlich jeden. der film ist wirklich gigantisch, vor allem das ende. man vermutet lange das eine, wird dann scheinbar von etwas anderem, plausibleren überzeugt … um dann wieder zurückzufallen.

so, jetzt zu den schauspielern: stephen baldwin spielt michael mcmanus. er spielte zwar in vielen weiteren filmen mit, es sind aber keine wirklich von bedeutung. gabriel byrne, hier spielt er den ex-polizisten dean keaton, sah man auch in „fräulein smillas gespür für schnee“ oder auch „ghost ship“. kevin spacey, in der unbeschreiblich toll gespielten rolle des krüppels, kennt man natürlich aus „american beauty“, „austin powers in goldständer“, „l.a. confidential“ und „superman returns“. kevin pollack hat auch in einigen weiteren filmen mitgespielt, nur eher in komödien, und vor allem in filmen, die weniger erfolgreich waren. und nun zum schluss benicio del toro. der schauspieler, der zu meinen all-time-favourites gehört … er schauspielerte schon in „the fan“, natürlich „fear and loathing in las vegas“, „snatch“, „traffic“, „das versprechen“, „21 gramm“ und natürlich auch „sin city“.

nun zum regisseur … bryan singer. die üblichen verdächtigen waren sein zweiter film. sein erster war public access, der aber in keinster weise an die üblichen verdächtigen rankommt. sein dritter film wurde zu einem flop (der musterschüler) … doch jetzt hat er sich scheinbar auf comic-verfilmungen konzentriert … x-men 1 und 2 und auch superman returns gehen auf seine rechnung. mit „the usual suspects“ hat er einen einzigartigen thriller mit den genialsten wendungen der filmgeschichte geschaffen.

so. und jetzt mein fazit: die schauspieler überzeugen alle auf ganzer länge. vor allem spacey, byrne und del toro gefielen mir wieder einmal. bryan singer hat einen klassiker geschaffen, der durch seine gerissenheit es schafft, das man sowieso wieder die üblichen verdächtigt, die psyche jedes einzelnen menschen mit einer ohrfeige bestraft. glaub nicht das was du siehst. glaub nicht das was du denkst. wir menschen sind anders. erwarte nicht das was du glaubst. es kommt sowieso anders.

aja, und achtet auf die zigarette, die byrne raucht, als er das gerichtsgebäude von l.a. verlässt … ein mächtiger, lustiger goof.

ot: the usual suspects
produktionsland: usa
fsk: freigegeben ab 16 jahren
veröffentlichungsjahr: 1995
dvd erscheinungstermin: 1. februar 2001
imdb-wertung: 8,7
imdb-bestenliste: platz 17
eigene wertung (schulnote): 1

Snatch – Schweine Und Diamanten

auch hier ist wieder mindfuck angesagt. snatch … eine wunderbare, lustige und absolut geile englisch gangster-komödie von guy ritchie … der, wenn er mal nicht mit madonna dreht, auch gute filme macht … wie z.b. auch „bube, dame, könig, gras“. eigentlich habe ich schon gesagt, dass ich den film gut finde … und jetzt sage ich dir auch, warum.

eigentlich kann man die story von snatch nicht erklären. der film besteht aus drei anfangs verschiedenen handlungssträngen (nämlich die geschichte von turkish, tommy und one punch mickey, die geschichte des diamantenraubs, den denowitz-cousins und franky four fingers, sowie die geschichte mit sol, vince und boris), die gegen ende zusammenlaufen. die geschichte wirklich verständlich zu erklären ist mir einfach jetzt viel zu schwer. lest sie am besten auf wikipedia nach.

wieder einmal geht es zu den schauspielern. schon wieder brad pitt. schon wieder benicio del toro. pitt spielt den „zigeuner“ one punch mickey. den man anfangs zwar unterschätzt, der aber danach immer mehr die fäden in der hand hat. del toro ist franky four fingers, der mann, der den diamantenraub vollführen will. daneben noch jason statham (the transporter) als turkish und rade serbedzija als „boris ‘the blade’ yurinov“.

guy ritchie … ehemann von madonna … hat sich mit „bube, dame, könig, gras“ einen namen in der englischen filmszene gemacht, um mit snatch dann völlig durchzustarten. es folgte „star“ … der ebenfalls sehr hochwertig war. doch schon bald später kam der crash … ein paar in einer filmproduktion ist nie gut. „swept away“ mit madonna in der hauptrolle und ritchie als regisseur … ein drama. mit „revolver“ meldet er sich zurück, und in „rude buay“ soll sogar ky-mani marley, ein sohn bobs mitspielen.

der film ist unglaublich lustig, kein slapstick, sondern pure action … geballt mit allerlei englischem humor. guy ritchie versteht es, lustige charaktere in eine spannende, flashige geschichte einzubauen. pitt ist weltklasse, del toro leider schon zu bald tot. boris pflegt russischen humor … ein film der superklasse …

ot: snatch.
produktionsland: großbritannien
fsk: freigegeben ab 16 jahren
veröffentlichungsjahr: 2000
dvd erscheinungstermin: 8. oktober 2002
imdb-wertung: 8,0
imdb-bestenliste: platz 200
eigene wertung (schulnote): 1

L.A. Crash

mir gefallen filme, in denen mehrere erzählstränge parallel erzählt werden … wie magnolia, 21 gramm oder sin city. da waren es aber immer maximal soviele stränge, dass man sie an einer hand abzählen kann. l.a. crash ist anders. der film erzählt ein dutzend (12) erzählstränge. das thema? rassismus. der film zeigt? den alltag. in l.a.

eigentlich kann man die geschichte von l.a. crash nicht beschreiben. wie auch schon bei snatch. es geht um korrupte polizisten. um afroamerikaner, die als verbrecher abgestempelt werden. um rassistische grundgedanken in der gesellschaft. um hispanics, die es schwer haben in die gesellschaft aufgenommen zu werden. um angst. um rassenangst. um alkoholprobleme. eigentlich wird das ganze leben in l.a. in einen 109 minuten langen film hineingequetscht.

die schauspieler? hochwertig. angefangen von sarah bullock, brendan fraser, matt dillon, ludacris, don cheadle und ryan philippe. sie alle spielen einen anderen charakter in der stadt der engel. die schauspielerische leistung ist wirklich super, keine einzige rolle ist irgendwie falsch besetzt.

regisseur? paul haggis, der drehbuchautor von „million dollar baby“, und „flags of our fathers“. l.a. crash ist sein erster film, bei dem er auch regie führte. ich finde, es ist ihm gut gelungen.

so, das fazit. der film … wirkt irgendwie aufgesetzt. wenn man später drüber nachdenkt. anfangs wird man in den bann gezogen durch den kreisel von gewalt, rassismus, korruption usw. … später denkt man sich, dass dies zu unrealistisch wirkt, so viel auf einmal … dass das ende der anfang, der anfang das ende und so weiter ist, ist wirklich genial umgesetzt. es ist schon mal sicher, dass man nicht einfach mit dem film abschließen und rausgehen kann. man denkt drüber nach. der film ist gut. er hat mich ehrlich beeindruckt.

ot: crash
produktionsland: usa
fsk: freigegeben ab 12 jahren
veröffentlichungsjahr: 2004
dvd erscheinungstermin: 9. januar 2006
imdb-wertung: 8,3
imdb-bestenliste: platz 107
eigene wertung (schulnote): 1-

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