
Houellebecq. Ein umstrittener Schriftsteller. Ein gefeierter Schriftsteller. Mit seinem Buch “Elementarteilchen” berühmt geworden. Doch es gibt eine Zeit vor und nach den Elementarteilchen. Und die Ausweitung der Kampfzone ist sein erster Roman, welchen ich hiermit rezensiere.
Der Erzähler zieht Bilanz: “Vor kurzem bin ich dreißig geworden. Nach chaotischem Beginn verlief mein Studium ziemlich erfolgreich; heute bin ich eine mittlere Führungskraft. Als Programmierer in einem EDV-Dienstleistungsbetrieb verdiene ich netto das Zweieinhalbfache vom Mindestlohn; das ist eine ganze Menge Kaufkraft. … Im Großen und Ganzen kann ich mit meiner gesellschaftlichen Stellung zufrieden sein.”
Dass die gesellschaftliche Stellung nicht alles ist, erfährt man etwas später im Buch. Houellebecq zeigt ein schreckliches, aber vielleicht doch zu wahres Bild des auslaufenden zwanzigsten Jahrhunderts. Gut zu lesen, nicht so viele Fremdwörter, wie in Elementarteilchen und überraschend spannend.
Mein Fazit:
Nachdem ich meine ersten Houellebecq’schen Erfahrungen mit “Elementarteilchen” machte, wurde ich Fan seiner Art zu Schreiben. Die “Ausweitung der Kampfzone” ist ein unglaublich gutes Buch. Voll Gesellschaftskritik und dem Aufzeigen des Verfalls eines Menschen. Für Freunde dieser Art von Literatur eine absolute Empfehlung.
autor: michel houellebecq
seiten: 154
verlag: rowohlt (rororo)
veröffentlichungsjahr: 1994
isbn: 3499243393
eigene wertung: 1

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