Archiv für September 2007

Motorola MotoFone F3

http://www.handys-mobile.de/img/motorola_motofone_f3.jpgNachdem ich in einem wunderbaren Zwei-Jahres-Vertrag gefangen bin, und mein Handy nun schon kratzige Laute ausspuckt und fast keine Anrufe und SMS mehr reinlässt, sah ich mich gezwungen, ein neues Mobiltelefon zu kaufen. Und nachdem ich nicht zu viel ausgeben wollte, und ich auch keine hohen Ansprüche an das neue Handy setzte, stieß ich auf das Motorola MotoFone F3

Das MotoFone im Detail. Es ist schwarz, sehr dünn, recht schmal und minimal hoch. Wie man es eben von Motorola sat der Rzr-Reihe gewohnt ist. Der Akku, den man, wie immer, hinten reinschiebt, ist eine Weiterentwikcklung der alten Motorola-Handies. Es hält einige Tage lang ohne aufgeladen werden zu müssen.

Das als so großartig beschriebene Display schien für mich nach der Internet-Recherche als kontrastreiches Farbdisplay zu kommen. Schließlich ist es ein komisches LED-Bildschirmchen. Ich wusste gar nicht, dass so etwas noch entwickelt wir. Und so mächtig kontrastreich sehe ich es auch nicht. Es ist eher umständlich zu lesen, da wegen der großen Schrift immer nur 7 Buchstaben in einer Zeile, und leider nur zwei Zeilen angezeigt werden können.

Meine Meinung über die Sprachqualität ist hingegen gut. Im Gegensatz zu meinem alten Handy versteht man die Leute, hat man denn einen Empfang, wirklich sehr gut. Und da ich mich früher mit meinem L6 und meinem Vertrag bei T-Mobile // Tele-Ring oft in einem Funkloch saß, so habe ich jetzt zumindest ein kleines Strichchen, das heißt, dass sowohl SMS und Anrufe zumindest aufscheinen.

Die Tasten sind nicht überraschend groß, sondern gleichen eher meinem Vorgängerhandy. Neben der Zahlen-Tasten, der grünen und der roten Taste befinden sich auf dem Handy auch noch eine Taste für das Menü und eine, welche mich zum Telefonbuch führt. Apropos Menü. Dieses ist sehr minimal und ermöglicht einem das Schreiben von SMS, das Lesen (Selbstgeschriebene werden aber nicht gespeichert), die Überprüfung der Anruflisten, die Signaleinstellungen, den Wecker und die Einstellungen für Datum und Uhrzeit. Mehr nicht.

Die Klingeltöne sind minimal polyphon. Sieben Stück sind vorgespeichert und eines ist schrecklicher als das andere. Und ich glaube, ich habe nicht die geringste Möglichkeit einen neuen Klingelton runterzuladen. Aber damit kann ich wohl auch leben. Das Finden von Menschen im Telefonbuch gestaltet sich durch die umständliche Suchfunktion als diffizile Aufgabe. Und vor allem das SMS schreiben ist eine Wissenschaft für sich. Ich weiß bis jetzt noch nicht, welches dieser kryptischen Zeichen der „.“, also der Punkt sein soll.

Der Preis, mit 30 Euro nicht gerade so billig, zumindest jetzt im Nachhinein gesehen, entspricht nicht mal im Geringsten der Ausstattung. Motorola glaubt wohl, dass man Geld damit machen kann, uralte Technik in eine neue Hülle zu stecken. Ja, sie können Geld machen. Zumindest meines.

:: Das Fazit

Ich habe den Kauf bereut. Zwar bin ich jetzt um einiges öfters erreichbar. Jedoch werde ich durch das zwar … ähm, edle Design des Handys angekuckt. Fragt man mich aber dann, was ich damit machen kann, dann zeige ich ihnen es und sage … „Telefonieren und SMS schreiben“. Wow. Ist das neu??? Jep. Schon gut, man kann auch wirklich telefonieren und unter Umständen SMS schreiben. Aber jetzt im Nachhinein bereue ich den Einkauf um 30 Euro bei Amazon. Denn eine oder zwei Wochen später gab es bei Hofer // Aldi ein netzfreies Handy um, ich denke 40 Euro. Mit Farbbildschirm, Kamera, WAP und den ganzen Blödsinn.
Und ich dachte, ich wäre Minimalist.

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Der Fänger Im Roggen


http://media.libri.de/shop/coverscans/246/2462202_3499235390_big.jpgEin Klassiker also. Nun gut. In unserer Zeit wird schnell etwas als Klassiker oder Kult aufgefasst. Was? Aus den Fünfzigerjahren? Echt. Na dann.

Was als erstes bei diesem Buch auffällt. Es hat nicht die typische Form eines Buches aus dieser Zeit. Der Autor verzichtet auf zuviel Pathos oder ähnliches, es ist eine realistische Nachstellung eines versagensbereiten Schülers, der durch New York wandert. Mit all den vulgären Ausdrücken und all den Flüchen. Alles in allem liest man dieses Buch eigentlich schnell durch.

Worum es geht? Um einen Schüler, der wieder einmal von der Schule fliegt, und beschließt, nicht gleich nach Hause zu fahren. Er verbringt die wenigen Tage, die ihm bleiben, um in New York herumzureisen und all das Geld, was ihm seine Großmutter zum Geburtstag geschickt hat, auszugeben. Und so trifft er alte Bekannte, merkt, warum er sie nicht mag, denkt lange Zeit immer nur an diese eine Frau. Und man bemerkt, dass viele misanthropische Ansätze in seiner Sprache, seinem Auftreten, seiner Abgestumpftheit zu finden sind.

Das Buch ist relativ leicht zu lesen. Sprachlich nicht hochgestochen, manchmal zwar übertrieben hässlich, aber doch wieder nahezu realistisch. J.D. Sailingers Buch (das einzige wirklich erfolgreiche Buch von ihm) wurde zum Inbegriff der Literatur und so bekam eine kurze Literatur-Epoche auch den Namen Sailinger-Ära. Was aber daran ein Meisterwerk sein soll, finde ich jetzt nach dem erstmaligen Durchlesen nicht heraus. Es ist eine interessante, manchmal überaus treffende Analyse der Probleme eines Jugendlichen (:: verdammt, das war der Plot meines Buches … ::). Und schön langsam findet der Hauptprotagonist seinen Weg.

Und gerade das stört mich an diesem Buch. Es handelt von vielleicht zwei oder drei Tagen. Umfasst 270 Seiten. Und was dann zurückbleibt? Fragen. Viel zu viel bleibt offen. Und da ist natürlich relativ ärgerlich, da man keine Fortsetzung, keine Erklärungs-Bibel erwarten kann. Sailinger schaffte es, im Gegensatz vieler seiner Kollegen, nicht, eine Welt zu entwickeln, in der diese Geschichte eingebettet ist.

:: Das Fazit

Dieses Buch hätte ich so zumindest nicht an einen Verlag eingeschickt. Aber man muss dem Autor zugute halten, dass er von einer Sprache Gebrauch machte, die in den 50er Jahren sicherlich so nur sehr selten in der Literatur zu finden war. Das Buch ist weder spannend, noch durchgehend witzig. Aber es lebt vom Fortschritt des Tages. Von den offenen Fragen, die dann doch nicht beantwortet werden. Für mich sicherlich kein Meisterwerk. Ein gutes Buch. Und ein wunderbar simples Cover.

:: Note: 3

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Der Große Ausverkauf

http://www.schauburg.de/showimage.php?ID=2699Nachdem bei uns in Oberösterreich der Börsengang eines staatlichen Strombetreibers zur Diskussion stellt, hat es sich die Kulturinitiative 08/16 und die Arbeiterkammer Oberösterreich nicht nehmen lassen und den deutschen Dokumentationsfilm „Der große Ausverkauf“ nach Gmunden geholt und mit freiem Eintritt Menschen angelockt.

Der Film behandelt vier äußerst eindringliche Schicksale. Aus allen Teilen der Welt. Und zeigt damit auf, wie schief Privatisierung laufen kann. Eine Episode bespricht den Wasserkrieg in Bolivien, Anfang der 90er. Eine andere die Privatisierung von Strom und Wasser in Afrika. Weiters wird auch noch die Gesundheitsprivatisierung auf den Philippinen, und natürlich die komplett missglückte Bahnprivatisierung in England besprochen.

Mit bedrückenden Bildern zeigt der Regisseur Florian Opitz, welche Folgen eine Privatisierung von Diensleistungen und Grundrechten, wie es eben das Wasser ist, hat. Dass es die einen mit zynischem Humor nehmen (England), mit aktivem Protest bekämpfen (Bolivien und Afrika) oder mit unabänderlicher Arbeit und starker seelischer Belastung (Philippinen), ist bemerkenswert. Und traurig.

Besonders der Abspann ist bedrückend. Während man sich noch während des ganzen Films über die schrägen Aussagen der WTO (Welthandelsorganisation) und das lächerliche Video des IWF (Internationaler Währungsfonds)wundert und manchmal auch etwas schmunzelt, bedrückte das Outro mein Gemüt. Denn hier waren keine Schauspieler am Werk. Alles Einzelschicksale dieser wunderbar globalisierten Welt. Zu diesem Zeitpunkt war ich wirklich kurz davor, einige Tränen für einen Dokumentationsfilm zu verlieren. Und das war mir das letzte Mal bei „Bowling For Columbine“ passiert.

Die Bilder sind, wie schon gesagt erschreckend real, und unglaublich ernüchternd. Die Musikuntermalung treibt an den richtigen Stellen das Entsetzen voran. Und nach dem Film ist vor dem Film. Ich war ja schon immer ein Privatisierungsgegner, seit dem Zeitpunkt, an dem ich mich wirklich für Politik interessierte. Zur Zeit der Post-Privatisierung im Jahre 1999. Ich wusste, wie bescheuert diese Idee ist, ein kurzzeitiges Finanzloch mit dem Verkauf eines profitablen Dienstleistungsunternehmens zu stopfen. Der Film zeigt wieder einmal nur vier Einzelschicksale. Schreckliche Einzelschicksale. Sucht Schuldige (WTO, IWF und Weltbank). Und lässt uns dann mit den Zusammenfassungen des weiteren Lebens der Gefilmten zurück. Was mir persönlich gefehlt hat, waren die Zahlen, die Michael Moore Filme manchmal aus dem banalen Humor heben. Wie viele Opfer die Privatisierung schon hatte. Wie viele Firmen in den letzten zehn Jahren privatisiert wurden, und was es für die Staaten für Folgen hatte. Und auch die Beteiligung der EU an dem Desaster bleibt unangetastet.

Die anschließende Diskussion mit einem Sprecher der ATTAC, einer Dame der Abteilung Kultur der Arbeiterkammer, und einem weiteren Mann der Arbeiterkammer und des Österreichischen Gewerkschaftsbundes zeigt den wahren Grund für diesen Film an. Die Privatisierung der Energie AG. Bzw. der Versuch, sie zu verhindern.

:: Mein Fazit

Der große Ausverkauf spielt mit den Emotionen des Zusehers. Ein typischer Film eben, stimmt. Die Einzelschicksale sind mit viel Überlegung ausgewählt worden und zeigen die schrecklichen Folgen der Privatisierungen auf der ganzen Welt. Dass in diesen 98 Minuten einiges unbehandelt bleibt, scheint nebensächlich durch den emotionsgeladenen Schluss. Doch ich bleibe sicherlich fragend zurück. Wer sich mit diesem Thema zum ersten Mal befasst hat, der scheint mit diesem Film Grundlagen für einen Protest gegen die Privatisierungen gefunden zu haben. Für einen wohl Informierten aber fehlen die handfesten Fakten.

:: Note: 3

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Little Miss Sunshine

http://imagecache2.allposters.com/images/pic/PE/877521~Little-Miss-Sunshine-Posters.jpgViel hat man ja schon von diesem Film gehört. Für Academy-Awards nominiert, stets gelb und immer fröhlich erschien mir diese Komödie durch die Betrachtung der vielen Trailer. Und letzte Woche konnte ich dann endlich einmal dieses kleine Kunstwerk betrachten.

Der heroinsniffende Großvater, der suizidgefährdete Onkel, die spirituelle Mutter, der erfolgswünschende Vater, der sprachlose Bruder und eben dieses kleine Mädchen, mit dem Wunsch, Schönheitskönigen zu werden. Das sind die Hoovers. Und nachdem sie in einer lokalen Ausscheidung der Little Miss Sunshine Wahl Zweite geworden ist, und die Erste in irgendeiner Weise gedopt war, darf Olive, so der Name des Mädchens, zum nationalen Wettbewerb nach Kalifornien kommen. Doch wie kommt man denn bitteschön von Alberqueue nach Kalifornien? Klar. Mit dem VW Bus.

Von nun an beginnt eine enorm lustiges Roadmovie. Was dieser Familie alles passiert ist so schön tragisch-komisch. Und bis zum genialen Finale lacht man eigentlich fast über jede Einzelheit des Films. Das muss man den Regisseuren zugute halten. Sie haben auf Slapstick verzichtet und mit bissigem Humor schon mal schnell den Schönheitswahn oder ähnliches kritisiert.

Zwar scheint es, als würde sich alles um diese kleine Olive drehen. Doch in Wahrheit hat jeder dieser sechs Charaktere ihre Eigenheiten und ihre Schrägheiten. Alle haben sich in ihrer Rolle zu einer Hauptrolle entwickelt. Dass dabei mehr und mehr Seifenblasen platzen, nimmt man ebenso mit Humor hin, wie auch einige Abfolgefehler, die so offensichtlich sind, dass man sie nicht übersehen kann.

Mit hochwertigen Schuaspielern garniert, genial gedreht und überaus lustig von den Drehbuchautoren geschrieben ist Little Miss Sunshine eine der schönsten Tragikkomödien, eines der schönsten Roadmovies überhaupt. Dass Abigail Breslin für den Oscar nominiert wurde, finde ich ebenso großartig. (Man kann von den Academy Awards halten was man will, aber wenn ein kleines Mädchen dafür nominiert wird, dann ist das schon etwas Besonderes. So musste sich übrigens der Queen geschlagen geben)

:: Mein Fazit

Überaus lustig, schöne Bilder, ein VW Bus (!) und banale Charaktere lassen Little Miss Sunshine zu einem Filmerlebnis werden. Wenn plötzlich nur mehr der ganze Kinosaal lacht, fragt man sich, wie Menschen auf solche Ideen gekommen sind. Das eine Komödie auch noch die Gewinnermentalität und den Schönheitswahn der Amerikaner kritisieren kann, sehen wir auch in diesem Filmchen. Mit knapp 100 Minuten Laufzeit gerade richtig. Und alles zusammenfassend kann ich den Film nur empfehlen!

:: Informationen

Originaltitel: Little Miss Sunshine
Produktionsland: USA
FSK: ab 6 Jahren
Veröffentlichungsjahr: 2006
IMDB-Wertung: 8,2
Eigene Wertung (Schulnote): 1

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Peter Jackson’s King Kong (Das Spiel)

Computer

Merian C.Coopers und Ernst. B. Schoedsacks „King Kong und die weiße Frau“ aus dem Jahre 1933 gilt als Grundstein für den riesigen Erfolg, den Filme um den großen Affen bis heute erzielen. Der Herr der Ringe, Peter Jackson wagte sich 2005 an das Projekt, diesen Film neu zu verfilmen. So wie er ihn schon immer machen wollte. Und wie sollte es auch anders sein … ein Spiel zum Film musste folgen.

Und so gab Mr. Jackson UbiSoft den Auftrag ein gutes Spiel zu machen. Ein sehr gutes Spiel. Ein Spiel, das dem Film gerecht werden sollte. Natürlich konnte da nur Entwickler-Genie Michel Ancel in Frage kommen.

Muss ich zur Geschichte noch etwas sagen? Okay. Wir befinden uns im Amerika des Jahres 1933. Der windiger Regisseur Carl Denham wird von seinen Produzenten fallen gelassen, haut einfach mit den ersten Metern seines neuen Films ab, schnappt sich die arbeitslose Schauspielerin Ann Darrow und nimmt auch noch den hochtalentierten Jack Driscoll mit. Aber statt eines Liebesabenteuers auf hoher See hatte Denham eine ganz andere Geschichte im Hinterkopf. Er führte das Schiff zu einer unentdeckte Insel, welche er auf einem Schatzplan, den ihm jemand zusteckte, entdeckt hatte. Und obwohl der Kapitän von einem Haftbefehl gegen den Regisseur erfährt landet das Schiff auf dieser sagenumwobenen Insel. Die Geschichte rund um King Kong nahm ihren Lauf. Nachdem sie nämlich die ersten Aufnahmen des Riesenaffens im Kasten hatten, der Entführung Anns und einer actiongeladenen Verfolgungsjagd gelingt es der Crew, Kong zu fangen und ihn als das achte Weltwunder nach New york zu schleusen. Was dann geschah, ist schon Filmgeschichte.

The Beauty And The Beast

Das Spiel beginnt mit einer Einleitung in die ganze Geschichte. Szenen aus den Film wurden für das Spiel angepasst und mit Untertitel unterlegt. Das erste Mal selbst eingreifen darf man dann nach der Landung auf dieser Insel. Man steuert anfangs Jack aus der Egoperspektive. Um das Spiel wie einen interaktiven Film aufzubauen, haben die Entwickler auf jedwede Bildschirmeinblendungen verzichtet. Mit Speeren und Schusswaffen bewaffnet kämpft man sich durch den Dschungel, kommt in Kontakt mit Eingeborenen, bekämpft Urzeitweisen und folgt King Kong, um die Hauptdarstellerin des Films aus den Fängen des Affen zu befreien. Fast an jeder Ecke muss man mit Angriffen von Flugdinosauriern, Riesenwürmern und T-Rexs rechnen.

Ist man dann weit genug gelangt, kommt der Charakterenwechsel. Von nun an spielen wir nicht mehr den kleinen, unscheinbaren Drehbuchautor, sondern den King himself. Hier muss man sich nicht mehr vor jedem Untier fürchten. Um seine große Liebe, Ann Darrow zu schützen, kommt es nun aus der Verfolgerperspektive zu actionreichen Prügeleien mit Riesendinosauriern. Und wie gewohnt muss man auf Bäume klettern, sich von Ast zu Ast schwingen (schon verwunderlich, wie agil so ein Riesending sein kann).

Diese spielerische Abwechslung ist wohl das größte Plus dieses Games. Während man sich als Jack noch vor allem fürchten muss, und nicht sehr schwer das Zeitliche segnet, hat man in den gescripteten Szenen mit dem König des Dschungels fast die ganze spielerische Freiheit. Und durch die pure Action kommt auf die Flora und Fauna noch umso besser zur Geltung.

Ape Escape

Grafisch ist das Spiel aus dem Jahre 2005 immer noch absolut sehenswert. Wie schön ein Dschungel voll Monster sein kann, wusste man bis zu diesem Spiel wohl nicht. Auch der King wurde liebevoll animiert, und so wirkt selbst dieses Monstrum wie ein weicher Teddybär. Das Aussehen der Schauspieler aus dem Film, Naomi Watts, Jack Black und Adrien Brody wurde auf die Helden aus dem Spiel übertragen und so folgt man gerne den fanatischen Regisseur mit dem Gesicht von Herrn Black und befreit umso gerner Fräulein Watts aus den Fängen des Affen.

Um wirklich das gelungenstes Spiel zu einem Kinofilm zu werden, haben sie auch noch die deutschen Synchronstimmen engagiert, um den computeranimierten Menschen auch sprachlich Leben einzuhauchen. Schon schnell findet man sich im Setting des Spiels wieder, die Schreie von Ann und die naiven Sprüche von Carl tragen zu diesem Spielgefühl bei. Besonders gut hat mir gefallen, dass bei einer Verletzung von Jack der Blick immer mehr schwindet und er irgendwann nur mehr die passende orchestrale Musik hört.

Führe Mich Sanft

http://www.cineybso.com/fotos%20cine/k/king%20kong.jpgMit den altbekannten Tastaturkombinationen steuert man Jack und Kong durch den wüsten Dschungel. Die WASD-Steuerung kennt ja schon jeder normale Gambler. Und mit der Maus schnappt man sich Speere, Gewehre und spitze Knochen und zielt und tötet damit all jenes Ungeziefer, welches einem an die Kehle möchte. Wobei man dazu sagen muss, dass man sich manchmal ärgert, anfangs so wenig Pistolen und Gewehre zu haben. Dinosaurier mit Speere, ob brennend oder nicht, zu töten ist schon sehr mühsam, vor allem, wenn man immer mal wieder stirbt und das Spiel vom letzten, eng gesteckten Checkpoint wieder zu beginnen.

Die USK-Freigabe mit 12 Jahren ist, meiner Meinung nach, gerechtfertigt. Da man keine Menschen tötet, aber doch auf Jagd nach Dschungelvieh macht, wäre das Spiel wohl nichts für 6-Jährige. Um einen schönen Eindruck vom Spiel zu gelangen, braucht man einen Prozessor mit mind. 1 GHz, 256 MB Arbeitsspeicher und einer 32-MB-Grafikkarte.

Je weiter man im Spiel fortschreitet, erhält man Extras zugesteckt. Sowas wie Artworks und Bildchen erfreuen das Herz eines jeden Fans. Und sobald man sich Filter erarbeitet hat, kann man das Spiel z.B. auch im Stile eines Schwarz-Weiß-Movies durchspielen.

Fazit: Der König des Dschungels

Von Peter Jackson hat man sich ja ein bombastisches Filmerlebnis erwartet. Und den meisten Erwartungen wurde der Blockbuster wohl gerecht. Und was erwartet man sich von einem Herrn wie Michel Ancel? Natürlich auch nur das Beste. Hat er uns doch schon mit Rayman und Beyond Good & Evil begeistert. Und die Zusammenarbeit dieser Wunderkinder hat perfekt funktioniert. Das Spiel fesselt von Anfang an, der zwar lineare und teilweise immer wiederkehrende Spielablauf wird durch die unglaubliche Kulisse, die schöne Grafik und die perfekte Soundkulisse spannend gehalten. Man kann King Kong wirklich als eines der besten Videospiele, die je zu einem Film gemacht wurden, sehen. Und selbst für Nicht-Kenner des Films (wie mich) erschließt sich die Gewaltigkeit des Projektes. Wer es also bis jetzt noch nicht hat, sollte so bald wie möglich zugreifen.

(8 von 10)

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