Erinnert sich noch einer an diesen einen Klempner, der zwar viel kleiner und dicker als sein großer Bruder ist, aber doch viel mehr Ruhm und Lob bekommen hat? Wieso erinnern? Er war doch nie weg. Stimmt eigentlich. Aber doch hat er sich verändert.
Und weiß eigentlich jemand, was Hedgehog auf Deutsch heißt? Dieses kleine blaue und blitzschnelle Ding. Auch eine eigene Geschichte. Weltberühmt. Aushängeschild einer riesigen Firma. Wannabe-Rockstar und Ikone einer ganzen Generation.
Und jetzt stellt man sich nur mal vor, diese beiden Gestalten vereinigen sich. Nach jahrelanger Feindschaft und Kampf um die Fans. Das wäre, wie wenn The Libertines mit den Babyshamples zusammenarbeiten würden. Viel gemeinsam, aber doch wieder ganz anders.
Sonic, the Hedgehog, ist natürlich der blaue Blitzigel. Segas Aushängeschild und vertreten auf allen jemals gängigen Sega-Konsolen. Zum ersten Mal in Kontakt mit ihm kam ich durch eine Runde Mega Drive bei einem Freund. Hatte schon was das Spiel. Und sein erster großer Auftritt auf der leider klanglos versumpften DreamCast hatte auch bei Sega-Gegnern Entzücken ausgelöst.
Mario, der dicke Klempner und Prinzessinen-Retter gilt auch immer noch als die Figur, die man mit dem großen Namen Nintendo verbindet. Auch wenn seit den glorreichen Zeiten mit Super Mario Bros (NES, SNES), Super Mario Land (GameBoy) und Mario 64 (N64) viel Software ins Land gezogen ist. Aber obwohl Metroid oder Castlevania eigentlich auch mit Nintendo verbunden werden müssten, bleibt Mario der Headchief der Firma.
Und nach dem heftigen und höchst interessanten Videospielcrash Mitte der Achtziger brachte ja bekanntlich Nintendo mit dem NES den Stein wieder ins Rollen. Atari versuchte sich mit halbgarer Hardware. Sega setzte mit dem Master System und dem Mega Drive nach. Und es sollte noch lange dauern, bis auch Sony oder gar Microsoft auftauchen sollten. Und gerade mit den Spielen rund um diese zwei Haudegen kämpfte Sega und Nintendo um die Vorherrschaft am wiederauferstehenden Videospielmarkt.
Doch was liest man jetzt? Mario & Sonic at the Olympic Games. Die beiden also, in einem Spiel mit zwei gleichgestellten Hauptcharakteren. Wie kann es sowas geben. Naja, Sega musste nach dem Dreamcast-Debakel den Konsolenhut nehmen und konzentrierte sich auf die Software-Erzeugung. Und da bot man sich eben auch Sony, Microsoft und Ex-Erzfeind Nintendo an. Und das erklärt nun die Fahrgemeinschaft zu den Olympischen Spielen. So à la Oliver Pocher und Eltern auf dem Weg zur Europameisterschaft in Portugal.
Was darf man sich erwarten. Gewohnte Qualität, denke ich. Aber es ist doch schön, wie sich ehemalige Erzfeinde jetzt gut verstehen. Oder machen sie das wirklich nur wegen dem Geld?

0 Antworten zu „Freund Oder Feind. Eine Mitfahrgelegenheit.“