Archiv für November 2007
Enthüllung vom GTA IV – Cover
Veröffentlicht November 28, 2007 Spiel Hinterlasse einen KommentarTags: grand theft auto, grand theft auto IV, gta, gta IV, rockstar, take 2
O
Veröffentlicht November 23, 2007 Musik 1 KommentarTags: , 9 crimes, cannonball, damien rice, o, the blower's daughter
1. Delicate
2. Volcano
3. The Blower’s Daughter
4. Cannonball
5. Older Chests
6. Amie
7. Cheers Darlin’
8. Cold Water
9. I Remember
10. Eskimo
Ohrwurm absolut ist wieder einmal die ganze CD. Von vorne bis hinten stimmig, absolut großartig und unvergleichbar. Herausheben möchte ich vielleicht Amie, I Remember, The Blower’s Daugter und Cannonball.
Klingt nach Damien Rice. Es klingt eigentlich kaum jemand wie er. Erinnert irgendwie aber auch an Ryan Adams oder Rufus Wainwright ohne nasaler Aussprache.
Daumen in die Höhe für die Stimme. Für die Texte. Für das Gesamtkunstwerk „O“. Und für Lisa Hannigan. Eine wunderschöne Frauenstimme.
Daumen woanders hin, um ihnen ein bisschen Bewegung zu bieten. Einziger Nachteil. Vielleicht zu bald vorbei. Obwohl es eigentlich eine relativ umfangreiche CD ist.
Zeigefinger in die Höhe um Damien in den Musikhimmel zu heben. Er ist großartig. Einzigartig. Wunderbar.
Lieblingssongzitat “ Stones taught me to fly. Love taught me to lie. Life taught me to die” aus Cannonball.
Kaufen? Ja. Definitiv. Ohne jede Frage. Wunderbar. Großartig. Einzigartig. Musik gewordenen Emotionen. Emotionen erzeugende Musik.
Schulnote: 1
Erscheinungsjahr: 2003

Legendenstatus erlangt man heutzutage viel zu schnell. Doch in der Zeit von Beowulf musste man, um Held zu werden, schon noch Bösewichter und ekelhafte Kreaturen töten. Und der Zuseher von heute kann jetzt live dabei sein. Denn hier ist sie … Die Legende von Beowulf.
:: Geschichtliches // Das angelsächsische Heldenepos von Beowulf gilt in ihren Gefielden als eine der berühmtesten. Sie wäre ca. gleichzustellen mit der Nibelungensage im deutschsprachigen Raum. Zum ersten Mal aufgeschrieben wurde sie in altenglischer Sprache, nachdem sie viele Jahre mündlich erzählt wurde.
Spoiler. Der junge Held Beowulf, höchstwahrscheinlich ein Gaute, fährt mit 14 Gefährten nach Dänemark, um Hrodgar, dem König der Dänen beizustehen. Sein Vol wird seit jeher von Grendel, einem brutalen und menschenfressenden Ungeheier heimgesucht. Im ersten Teil des Gedichts tötet Beowulf Grendel und seine nach Rache strebende Mutter. Im zweiten Teil hingegen kämpft er gegen einen Drachen und … ach, das lassen wir lieber. Spoiler Ende.
So ist zumindest der Inhalt des epischen Heldengedichts so schnell erzählt. Dass der Film davon etwas abweicht, bzw. die Worte anders interpretiert, war ja zu erwarten. Doch was erwartet einen wenig informierten Zuseher? Computeranimationen, ein halbnackter virtueller Anthony Hopkins und das Warten auf riesige Schlachten.
:: Bild-Gewaltiges // Die Legende von Beowulf ist ein Animationsfilm. Auch wenn die Personen aussehen, wie die Schauspieler, die ihnen ihre Bewegungsabläufe liehen, entstanden die entgültigen Bilder alle am PC. Durch die Filmtechnik Digital Cinema, welche schon bei Der Polarexpress verwendet wurde, sehen die Personen real aus. Schauspieler wie Angelina Jolie, Ray Winstone oder John Malkovich stellten ihre Körper für das Motion Capturing Verfahren zur Verfügung. Alles in allem kennt man den Personen vor allem in ihrer sehr spärlichen Mimik und den zu glasigen Augen ihre virtuelle Geburt an. Bilder vom Blockbuster 300 z.B. sind gewaltiger, mitreißender und beeindruckender. Hier beschränkt man sich auf einige weniger Schauplätze. Sozusagen möchte ich meinen, dass die Technik Digital Cinema noch nicht richtig ausgereift ist, um wirklich als Animationsfilm in einer Liga zu realen Verfilmungen zu spielen.
:: Sound-Technisches // Wie bei wohl jedem Heldenepos muss man sich bei Beowulf auf gewohnte Musik verlassen. Alan Silvestri wurde von Warner Bros. als Komponist des Scores engagiert und eigentlich muss man sagen, dass er damit seinen Job durchgehend gut gemacht hat. Nichts Herausragendes. Gewohnter Hintergrundmusikuntermalung. Mehr auch nicht.
Somit könnte man zusammenfassen, dass die Bilder von Beowulf nicht unbedingt das Maß aller Dinge ist, und die Musik einzig und allein ihren Zweck erfüllt. Man hätte zumindest mehr herausholen können.
:: Regie-Recherchiert // Robert Zemeckis, der fünfundfünfzig Jährige aus Chicago gilt als einer der erfolgreichsten Regisseure zurzeit. Selbst wenn die wenigsten etwas mit seinem Namen anfangen können, gelten seine Filme als Welterfolge. Angefangen hat alles in der Mitte der Achtziger mit Zurück in die Zukunft mit Michael J. Fox und Christopher Lloyd. Sein größter Erfolg wurde Forrest Gump, seine erste Arbeit mit Tom Hanks, der dafür den Oscar für die beste männliche Hauptrolle verliehen bekam. Und nach Cast Away und Der Polarexpress stand für Zemeckis nun wieder einmal ein Projekt ohne seiner Muse Hanks auf dem Plan.
:: Schauspielerisch-Hinterfragt // Der Hauptdarsteller Ray Winstone kann schon auf Rollen in Ripley’s Game, Unterwegs nach Cold Mountain, King Arthur, The Chronicles of Narnia und The Departed zurückblicken. Er leiht Beowulf seinen digitalen Körper. Über Angelina Jolie braucht man hingegen eigentlich nur wenig schreiben. Anthony Hopkins verleiht dem Film am Anfang eine etwas humorige Seite, und macht mal wieder einen ganz coolen Abgang.
:: Genre-Einordnung // Auf Wikipedia wird er als Fantasyfilm eingeordnet. Natürlich müsste man hinzufügen, dass es ein Animationfilm ist. Und ebenso ein Action-Film. Das Liebes-Genre wird nur sehr schwach gestreift und um ein prächtiges Drama zu sein ist der Film viel zu überfüllt mit Pathos und unerwünschten humorigen Stellen im Film.
Von Robert Zemeckis hat man sich eigentlich etwas sehr gutes erwartet. Ray Winstone war mir bisher unbekannt, Jolie und Hopkins hingegen standen normalerweise für ein gewisses (nicht unbedingt übermäßig hohes) Niveau. Für mich ist Die Legende von Beowulf ein unglücklich lächerlicher Fantasy-Animationsfilm.
:: Fertig-Gemacht (Das Fazit) // Für mich war Die Legende von Beowulf ein mittelmäßiger Film. Nicht herausragend, nicht mitreißend. Grafisch etwas nachhinkend, storytechnisch doch etwas zu strange. Und dass einige Sätze so schön zweideutig oder einfach nur dumm-lächerlich sind, lassen den Film weiter zurückfallen. Fans des Heldengedichts muss man vorwarnen, dass es inhaltlich zu einigen Abweichungen kommen kann. Ich würde mal sagen, dass der Film als Realverfilmung etwas besser geworden wäre. Ich bin sowieso nicht der Fan von Heldenepen-Filmen. Wobei Königreich der Himmel und Tristan & Isolde doch zu bemerkenswerten Filmen geworden sind. Beowulf hingegen wird mir nicht als Meisterwerk in Erinnerung bleiben. Zu unausgereift, zu lahm. Wie eine lange Erzählung in einem 113 Minuten dauernden Englisch-Unterricht.
:: Informiert
Originaltitel: Beowulf
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Freigegeben ab: 12 Jahren
IMDB-Wertung: 6,8
Eigene Wertung (Schulenote): 3-
Budget: 150 Millionen Dollar



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