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Enthüllung vom GTA IV - Cover
Veröffentlicht November 28, 2007 games inside 0 KommentareTags: grand theft auto, grand theft auto IV, gta, gta IV, rockstar, take 2
O
Veröffentlicht November 23, 2007 music inside 1 KommentarTags: , 9 crimes, cannonball, damien rice, o, the blower's daughter
1. Delicate
2. Volcano
3. The Blower’s Daughter
4. Cannonball
5. Older Chests
6. Amie
7. Cheers Darlin’
8. Cold Water
9. I Remember
10. Eskimo
Ohrwurm absolut ist wieder einmal die ganze CD. Von vorne bis hinten stimmig, absolut großartig und unvergleichbar. Herausheben möchte ich vielleicht Amie, I Remember, The Blower’s Daugter und Cannonball.
Klingt nach Damien Rice. Es klingt eigentlich kaum jemand wie er. Erinnert irgendwie aber auch an Ryan Adams oder Rufus Wainwright ohne nasaler Aussprache.
Daumen in die Höhe für die Stimme. Für die Texte. Für das Gesamtkunstwerk “O”. Und für Lisa Hannigan. Eine wunderschöne Frauenstimme.
Daumen woanders hin, um ihnen ein bisschen Bewegung zu bieten. Einziger Nachteil. Vielleicht zu bald vorbei. Obwohl es eigentlich eine relativ umfangreiche CD ist.
Zeigefinger in die Höhe um Damien in den Musikhimmel zu heben. Er ist großartig. Einzigartig. Wunderbar.
Lieblingssongzitat “ Stones taught me to fly. Love taught me to lie. Life taught me to die” aus Cannonball.
Kaufen? Ja. Definitiv. Ohne jede Frage. Wunderbar. Großartig. Einzigartig. Musik gewordenen Emotionen. Emotionen erzeugende Musik.
Schulnote: 1
Erscheinungsjahr: 2003

Legendenstatus erlangt man heutzutage viel zu schnell. Doch in der Zeit von Beowulf musste man, um Held zu werden, schon noch Bösewichter und ekelhafte Kreaturen töten. Und der Zuseher von heute kann jetzt live dabei sein. Denn hier ist sie … Die Legende von Beowulf.
:: Geschichtliches // Das angelsächsische Heldenepos von Beowulf gilt in ihren Gefielden als eine der berühmtesten. Sie wäre ca. gleichzustellen mit der Nibelungensage im deutschsprachigen Raum. Zum ersten Mal aufgeschrieben wurde sie in altenglischer Sprache, nachdem sie viele Jahre mündlich erzählt wurde.
Spoiler. Der junge Held Beowulf, höchstwahrscheinlich ein Gaute, fährt mit 14 Gefährten nach Dänemark, um Hrodgar, dem König der Dänen beizustehen. Sein Vol wird seit jeher von Grendel, einem brutalen und menschenfressenden Ungeheier heimgesucht. Im ersten Teil des Gedichts tötet Beowulf Grendel und seine nach Rache strebende Mutter. Im zweiten Teil hingegen kämpft er gegen einen Drachen und … ach, das lassen wir lieber. Spoiler Ende.
So ist zumindest der Inhalt des epischen Heldengedichts so schnell erzählt. Dass der Film davon etwas abweicht, bzw. die Worte anders interpretiert, war ja zu erwarten. Doch was erwartet einen wenig informierten Zuseher? Computeranimationen, ein halbnackter virtueller Anthony Hopkins und das Warten auf riesige Schlachten.
:: Bild-Gewaltiges // Die Legende von Beowulf ist ein Animationsfilm. Auch wenn die Personen aussehen, wie die Schauspieler, die ihnen ihre Bewegungsabläufe liehen, entstanden die entgültigen Bilder alle am PC. Durch die Filmtechnik Digital Cinema, welche schon bei Der Polarexpress verwendet wurde, sehen die Personen real aus. Schauspieler wie Angelina Jolie, Ray Winstone oder John Malkovich stellten ihre Körper für das Motion Capturing Verfahren zur Verfügung. Alles in allem kennt man den Personen vor allem in ihrer sehr spärlichen Mimik und den zu glasigen Augen ihre virtuelle Geburt an. Bilder vom Blockbuster 300 z.B. sind gewaltiger, mitreißender und beeindruckender. Hier beschränkt man sich auf einige weniger Schauplätze. Sozusagen möchte ich meinen, dass die Technik Digital Cinema noch nicht richtig ausgereift ist, um wirklich als Animationsfilm in einer Liga zu realen Verfilmungen zu spielen.
:: Sound-Technisches // Wie bei wohl jedem Heldenepos muss man sich bei Beowulf auf gewohnte Musik verlassen. Alan Silvestri wurde von Warner Bros. als Komponist des Scores engagiert und eigentlich muss man sagen, dass er damit seinen Job durchgehend gut gemacht hat. Nichts Herausragendes. Gewohnter Hintergrundmusikuntermalung. Mehr auch nicht.
Somit könnte man zusammenfassen, dass die Bilder von Beowulf nicht unbedingt das Maß aller Dinge ist, und die Musik einzig und allein ihren Zweck erfüllt. Man hätte zumindest mehr herausholen können.
:: Regie-Recherchiert // Robert Zemeckis, der fünfundfünfzig Jährige aus Chicago gilt als einer der erfolgreichsten Regisseure zurzeit. Selbst wenn die wenigsten etwas mit seinem Namen anfangen können, gelten seine Filme als Welterfolge. Angefangen hat alles in der Mitte der Achtziger mit Zurück in die Zukunft mit Michael J. Fox und Christopher Lloyd. Sein größter Erfolg wurde Forrest Gump, seine erste Arbeit mit Tom Hanks, der dafür den Oscar für die beste männliche Hauptrolle verliehen bekam. Und nach Cast Away und Der Polarexpress stand für Zemeckis nun wieder einmal ein Projekt ohne seiner Muse Hanks auf dem Plan.
:: Schauspielerisch-Hinterfragt // Der Hauptdarsteller Ray Winstone kann schon auf Rollen in Ripley’s Game, Unterwegs nach Cold Mountain, King Arthur, The Chronicles of Narnia und The Departed zurückblicken. Er leiht Beowulf seinen digitalen Körper. Über Angelina Jolie braucht man hingegen eigentlich nur wenig schreiben. Anthony Hopkins verleiht dem Film am Anfang eine etwas humorige Seite, und macht mal wieder einen ganz coolen Abgang.
:: Genre-Einordnung // Auf Wikipedia wird er als Fantasyfilm eingeordnet. Natürlich müsste man hinzufügen, dass es ein Animationfilm ist. Und ebenso ein Action-Film. Das Liebes-Genre wird nur sehr schwach gestreift und um ein prächtiges Drama zu sein ist der Film viel zu überfüllt mit Pathos und unerwünschten humorigen Stellen im Film.
Von Robert Zemeckis hat man sich eigentlich etwas sehr gutes erwartet. Ray Winstone war mir bisher unbekannt, Jolie und Hopkins hingegen standen normalerweise für ein gewisses (nicht unbedingt übermäßig hohes) Niveau. Für mich ist Die Legende von Beowulf ein unglücklich lächerlicher Fantasy-Animationsfilm.
:: Fertig-Gemacht (Das Fazit) // Für mich war Die Legende von Beowulf ein mittelmäßiger Film. Nicht herausragend, nicht mitreißend. Grafisch etwas nachhinkend, storytechnisch doch etwas zu strange. Und dass einige Sätze so schön zweideutig oder einfach nur dumm-lächerlich sind, lassen den Film weiter zurückfallen. Fans des Heldengedichts muss man vorwarnen, dass es inhaltlich zu einigen Abweichungen kommen kann. Ich würde mal sagen, dass der Film als Realverfilmung etwas besser geworden wäre. Ich bin sowieso nicht der Fan von Heldenepen-Filmen. Wobei Königreich der Himmel und Tristan & Isolde doch zu bemerkenswerten Filmen geworden sind. Beowulf hingegen wird mir nicht als Meisterwerk in Erinnerung bleiben. Zu unausgereift, zu lahm. Wie eine lange Erzählung in einem 113 Minuten dauernden Englisch-Unterricht.
:: Informiert
Originaltitel: Beowulf
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Freigegeben ab: 12 Jahren
IMDB-Wertung: 6,8
Eigene Wertung (Schulenote): 3-
Budget: 150 Millionen Dollar


Wenn es ein Spiel schafft, einen ermüdeteten Gambler wieder vor den Bildschirm zu locken, wie es eben Runaway vor knapp 4 Jahren geschafft hat, so ist es doch wohl nur das natürlichste, dass man sehnlichst auf die Fortsetzung, auf den zweiten Teil wartet. Und mit “Runaway 2 - The Dream of the Turtle” ist eben diese endlich, trotz langer Verspätung, doch noch erschienen. Ob die Entwickler der Pendulo Studios etwas dazugelernt haben, ob der Humor immer noch gleich gut ist, und ob sich Runaway 2 überhaupt noch wie ein Adventure spielt … das erfährst du hier.
Immer diese Flugzeugabstürze
Einige mögen sich vielleicht noch erinnern … nachdem Brian Basco endlich Gina (Timmins) aus den Fängen von Mafiosis befreit hat, düsen sie ab in ihren verdienten Traumurlaub. Und genau hier fängt auch schon wieder die Geschichte des zweiten Teils an. Die kleine Maschine erleidet einen Motoraussetzer, und Brian, ein Gentleman wie er nun mal ist, überlässt den einzigen Fallschirm seiner Geliebten. Das heißt natürlich von ihm: er muss mit dem Schiff (diesmal ein Flugzeug) untergehen. Er landet dann aber schließlich etwas unsanft auf einer scheinbar verlassenen Insel … mitten im Dschungel. Und schon kann das Abenteuer losgehen.
Und während seines Abenteuers trifft er noch auf so manchen alten Bekannten … wie z.B. der Liebling aus der Western-Stadt Sushi und der Klotz Oscar oder der Freak Joshua. Insgesamt zieht sich die ganze Geschichte über 6 Kapitel … wobei vor allem in den letzten Kapiteln immer mehr Fragen auftauchen.
Aus den Dschungel, in den Dschungel
Das schöne am ersten Teil war unter anderem die Grafik. Wunderschöne 2D-Hintergründe, schön gerenderte 3D-Figuren … und ein absolut fließender Übergang. Für mich war Runaway grafisch sicherlich eines der absoluten Highlights im Adventure-Genre. Doch Runaway 2 schlägt sogar diese wunderbare Grafik um Längen. Die vielen bunten und farbenfrohen Locations rund um den Globus gefallen einen beim ersten Hinsehen, und man sieht, dass sich die spanischen Entwickler wirklich Mühe mit der Gestaltung des ganzen Spiels gemacht haben.
Auch der Sound überzeugt einen … der Titelsong “I want to Runaway” ist ein derartiger Ohrwurm, dass er mir sogar jetzt noch in den Ohren lliegt. Und auch die tolle Stimme des ersten Teils, jene von Vera (der ehemaligen Sängerin von Liquor), singt dieses mal wieder neue Lieder. Die Sprachausgabe ist, wie man es von dtp gewohnt ist, unglaublich. Die Stimmen passen zu den Personen und die Lippenbewegungen fast gänzlich genau zu dem Gesprochenen.
Spiel, Spaß und Spannung
Ein Adventure? Ja, denn auf Zahlenpuzzles, Schieberätsel oder Actioneinlagen (à la Baphomets Fluch) wurde Gott sei Dank verzichtet. Hier geht es einfach nur um die allseits bekannten und von vielen geliebten Kombinationsrätseln. Und diese sind, so wie im ersten Teil, zwar meist logisch, aber es kommt doch des öfteren zu nur halbwegs sinnvollen Kombinationen … das Querdenken muss für dieses Spiel eigentlich neu erfunden werden. Durch logisches Denken kommt man bei einigen Rätseln einfach nicht weiter. Am besten ist, man kombiniert alles mit allem. Aber unfair wird das Spiel trotz allem nie … nur muss man beachten, dass Brian einen Gegenstand erst dann aufhebt, wenn er ihn wirklich gebrauchen kann … das heißt: Schausplätze mehrmals absuchen.
Die Steuerung ist immer noch so einfach wie schon im ersten Teil. Mit der Maus untersucht man Gegenstände, benützt sie und kombiniert das ganze. Wie es sich eben für ein klassisches Adventure gehört.
Der Humor des Spiels ist immer noch genauso wie im ersten Teil … oder vielleicht sogar noch um einiges besser. Man glaubt es kaum, dass keiner der Entwickler jemals für Lucas Arts gearbeitet hat. Der Humor kommt doch teilweise sehr nahe an die unglaublichen Lacher von Monkey Island heran … eine wunderbare Sache, denn wenn der Humor passt, dann klappt das auch mit den Rätseln.
Spielen kannst du dieses Spiel mit einem Windows 98/ME/2000/XP, Pentium III, 128 MB RAM, einer DirectX 9 kompatiblen Grafikkarte und einem DVD-Laufwerk. Wenn du diese Anforderungen standhalten kannst, dann steht dem Spiel eigentlich nichts mehr im Weg.
Fazit: Ein Absturz verändert dein Leben
Ich habe mir, wahrscheinlich wegen dem grandiosen ersten Teil, viel von Runaway 2 - The Dream of the Turtle erwartet. Und ich wurde eigentlich in fast allen Dingen übertroffen. Die Grafik ist unglaublich, der Sound passt und hört sich durch 5.1 für ein Adventure super an. Der Humor hat teilweise stark zugelegt, die Soundausgabe beeindruckt. Die Rätsel sind schwerer, und leider auch des öfteren komplizierter und unlogischer. Die Geschichte ist spannend und lustig. Und doch haben die Entwickler einige Fehler des ersten Teils nicht ausgemerzt. Dass man Schauplätze mehrmals untersuchen muss, da Gegenstände anfangs nicht mitgenommen werden, da sie nutzlos seien … und doch braucht man genau diesen Gegentand später.
Alles in allem scheint Runaway 2 für mich das wahrscheinlich beste Adventure des Jahres zu sein. Das das Ende eher lieblos erscheint (Fortsetzung folgt), kann ich dem Spiel zwar verzeihen … aber trotzdem erwarte ich mir im dritten Teil (und der kommt sicher), alle Antworten auf die Fragen, die ich mir während des Spielens gestellt habe.
Also: Runaway 2 ist ein einzigartiges Adventure
8 von 10

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Adventures … eine scheinbar vom Aussterben bedrohter Gamesart. Doch jedes Jahr erscheinen einige gute bis geniale Spiele … und jedes Jahr werden es mehr! Und so schaffte es auch ein kanadisch-/französisches Adventure auf den deutschsprachigen Spielemarkt: Syberia. Als Quasi-Nachfolger zum Game “Amerzone” versuchte das Spiel, den Gamer mit einer unglaublichen Grafik, einem attraktiven Hauptcharakter und einfach mit der Tatsache, dass es sich um ein Adventure handelt, vor den Bildschirm zu fesseln. Ob das den Entwicklern von Microids gelungen ist, beantworte ich dir in meiner heutigen Review!
From Kate with Love …
Du bist diesmal die junge Anwältin Kate Walker aus New York. Dein erster großer Auftrag, der dir von deiner Kanzlei auferlegt wurde, ist die Abwicklung des Verkaufs einer traditionsreichen Spielzeugfabrik in Europa. Jahrhundertelang war diese Firma im Besitz der Familie Voralberg (nicht zu verwechseln mit dem österreichischen Bundesland im Westen), doch durch die neuen, elektronischen Spielzeuge rentierte sich der Verkauf der dort hergestellten, mechanischen Spielzeuge und Automaten einfach nict mehr, und die letzte Lebende, Frau Anna Voralberg wollte die Firma an ein amerikanisches Unternehmen verkaufen. Und deswegen macht sich Kate auf den Weg nach Frankreich, in das verträumte kleine Städtchen Valadilene … eigentlich sollten dort nur Kaufverträge unterschrieben werden … doch …
Kurz nach der Ankunft unserer Hauptprotagonistin verstirbt Frau Voralberg und lüftet in einem Schriftstück, welches sie Kate hinterlegt hatte, ein jahrelang gehütetes Geheimnis. Sie war nämlich nicht die einzige Lebende Voralberg … da gab es noch Hans. Und genau diesen musste nun auch Kate aufsuchen … um die Kaufverträge entgültig abzuschließen. Und so macht sie sich auf, nach Osteuropa, zwischen die Alpen und nach Sibirien. Bis sie bemerkt, dass Hans Voralbergs Visionen von einer mechanischen Welt vielleicht schon Realität geworden sind: an einem geheimnisvollen Ort namens Syberia.
Wer sich von diesem Adventure Humor in Monkey Island - Manier erwartet, der wird sicherlich enttäuscht. Nein, natürlich ist das Spiel auch nicht todernst, den Humor haben die Entwickler aber in groteske Situation, und subtile Gespräche eingebaut. Irgendwie scheint mir das ein intelligenter Humor zu sein (wobei ich hier jetzt natürlich nicht behaupten möchte, dass der Ehestreit der Threepwoods nicht intelligent wäre ;-).
Weiters ist Kate keine Person, von der man im Spiel so gut wie gar nichts erfährt … nein, nein … denn in Telefonaten, die sie mit ihrem Handy führt, telefoniert sie u.a. mit ihrer Mutter oder ihrem Freund. Und sie vollführt in diesem Spiel auch eine überzeugende, glaubwürdige Charakterwandlung.
Ein Comic-Adventure?
Naja, so könnte man fast meinen, aber, das Spiel wurde nur von einem bekannten französischen Grafik-Novelisten namens Benoît Sokal mitgestaltet. Die Hintergrundgrafiken, die Figuren, dies alles stammt aus seiner Feder.
Bekannt wurde er als Schöpfer des “Inspektor Canardo” … doch schon Ende der Neunziger brachte er sein erstes Spiel heraus, ebenfalls ein Adventure, nämlich Amerzone. Dann folgten eigentlich nach Syberia nur Syberia 2. Jetzt arbeitet er mit seiner eigenen Firma White Birds an einem grafisch ebenso überwältigendem Spiel namens Lost Paradise.
So, weil ich ja immer über die Grafik spreche … nun ja, was soll ich sagen: Klasse? Superduper? Oder einfach nur ausgezeichnet? Naja, sie gehört wirklich zum besten, was man als Adventurespieler überhaupt zu sehen bekommen hat. Die Hintergründe sind wunderschön gezeichnet, voll mit kleinen Details und die Charaktere sind ebenfalls detailliert, schön gezeichnet und passen wunderbar in die Umgebung. Übrigens benutzt dieses Spiel, wie auch Cold Blood oder Runaway die bekannte 2D / 3D - Kombination. Gezeichnete Hintergründe (2D) mit 3D-Charakteren. Denn nur dadurch konnten so viele Details in den Hintergrund hineingebaut werden.
Die vielen Videosequenzen sind einzigartig, schön gerendert, und wirklich von einem tollen “Regisseur” gemacht. Sie eröffnen dir die Welt von Syberia noch besser und du wirst schon nach kurzer Zeit die Geschichte, die Videos, Kate und das Spiel lieben!
Stets verwischt sich in diesem Spiel die Grenze zwischen Realität und Fiktion. Einerseits kann man in Syberia Anlehnungen an das 20. Jahrhundert bewundern. Darunter befinden sich direkte Referenzen wie der verfallene Industriekomplex Komkolzgrad, einstige Vorzeigefabrik eines kommunistischen Regimes, heute nur noch Symbol für dessen Versagen, oder weniger explizite Andeutungen wie eine Portion Fortschrittskritik, wenn es um den Verkauf der Traditionsmanufaktur der Voralbergs geht, oder das leise Beklagen der Umweltverschmutzung durch unverantwortlichen Umgang mit der Natur.
Andererseits haben alle Charaktere in diesem Spiel irgendetwas groteskes, Einsiedler-mäßiges an sich … jeder lebt in seiner eigenen Welt, abgeschlossen von der Außenwelt. Und Sokal hat sich auch daran gemacht, neue Tiere, Pflanzenarten oder gar Völker zu schaffen, ihnen Namen zu geben, doch dass ohne dabei die Fiktion offen darzulegen. Man fragt sich immer, was denn nun Fiktion und was Realität ist … den surrealistischen Einflüssen von Benoit Sokal konnte sich Syberia sicher nicht entziehen, und das ist auch gut so!
Ein Problem hat das Adventure aber doch. Anklickbar sind nur relevante Objekte, jene, die du auch für das Rätsel brauchst. So bleiben Gedanken über eine abgebrochene Messerklinge auch nur Gedanken, solange man es nicht für ein Rätsel braucht. Dadurch kann Kate natürlich mit viel weniger Objekten interagieren … und die Spielwelt ist auf einmal, ein klein bisschen weniger lebendig … schade.
Rätselmäßig kann sicherlich Syberia nicht eine so große Quantität bieten wie z.B. Tony Tough, Monkey Island oder Baphomets Fluch. Doch das Spiel lebt nicht von den Rätseln, sondern von der Geschichte, von den Charakteren, von Kate. Die Rätsel, die dir aber vorgesetzt werden, sind halbwegs fordernd, für Profis aber zu einfach. Durch die lineare Führung das Adventures wird das Inventar nie zu voll, meist findet man alle Dinge, die man für ein Rätsel braucht auch leicht und offensichtlich in der näheren Umgebung. Neben einigen Aufgaben wie das Betätigen von Hebeln und Schalten gibt es aber auch neue, interessante Rätsel, die auch wirklich klasse in das Spiel passen.
Musikalisch geht es in Syberia eher unspektakulär her, in den vier Spielewelten (mit den vielen verschiedenen Hintergründen) gibt es jeweils eine eigene Musik … die man am ehesten als klassisch einstufen kann. Doch auch Nicht-Fans müssen schon nach kurzer Zeit zugeben, dass die Musik zum Spiel, zur Umgebung super passt! Und in den Zwischensequenzen kann man z.B. auch mal eine Opernsängerin bewundern … eigentlich komisch für ein Adventure … doch Syberia schafft es, irgendwie einen eigenen Stil zu finden, in dem solche Dinge einfach dazugehören. Die Soundeffekte, wie das Rattern der Zahnräder, oder das Dampfen der Lokomotive sind super, glaubwürdig und präzise dosiert.
Point … Und dann hat es Klick gemacht.
Die Steuerung ist einfach, so wie man es sich von einem guten Adventure erwartet. Gesteuert wird nämlich mit der Maus, und dessen Mauszeiger verändert sich, je nachdem über was er gerade steht. Wenn er etwas benutzen kann, zeigt sich die Hand, wenn er etwas betrachten kann, eine Lupe und wenn er mit jemanden kommunizieren kann eine Sprechblase.
Mit der rechten Maustaste hingegen ruft man das Inventar auf, das sich in zwei Teile aufteilt. Der eine ist vielen schon bekannt, denn dort werden die Gegenstände gelagert, im anderen aber findest du Dokumente wie Tagebücher, Skizzen oder Fahrkarten. Vor allem dieser Teil wird bis zum Ende des Spiels voller.
Sprechen kann Kate auch. Und wenn sie sich mit einem dieser grotesken Charakter unterhält, kramt sie ihren Notizblock heraus, auf dem die für sie relevanten Themen stehen. Nachdem man dieses oder jenes Thema angeschnitten hat, wird es auch schon von der Liste gestrichen. Das ist zwar kein komplexes Dialogsystem, aber dadurch bleibt auch die Spannung erhalten.
Das Spiel ist übrigens vollkommen synchronisiert worden. Alle Texte wurden super ins Deutsche übersetzt, und selbst bei den fachsprachlichen Texten wie jene der Anwaltskanzlei wurde gezeigt, wie eine kompetenze Übersetzung aussieht. In wenigen Ausnahmen hat das Spiel aber mit Fehlern bei der Rechtschreibung, der falschen Interpunktion oder dem Satzbau zu kämpfen. Bei der Sprachausgabe hat Microids zwar vor allem bei Kate ins Schwarze getroffen, da sie eine angenehme Stimme hat, aber auch die meisten anderen Charaktere haben eine passende, gute Stimme verpasst bekommen. Jedoch gibt es einige, bei denen die Stimme irgendwie nicht zu ihrem Auftreten passen … aber darüber kann man doch hinwegsehen!
Die Systemanforderungen sind nicht allzuhoch: man braucht zumindest einen Pentium 2 mit 350 MHz, einen Arbeitsspeicher von 64 MB, eine 16 MB DirectX 8 kompatible Grafikkarte und 400 MB freien Speicherplatz … dann kann man das Spiel mit den minimalen Systemvorraussetzungen spielen. Empfohlen wurden aber ein Pentium 3 mit 500 MHz, 128 MB Arbeitsspeicher, eine 32 MB Grafikkarte und 1,1 GB freier Festplattenspeicherplatz.
Fazit: Zieh dich warm an … es geht in den hohen Norden Sibiriens …
Ich habe natürlich einige Tests über Syberia in Printmedien gelesen (GameStar, PC Games, ComputerBild-Spiele) und die waren ja alle nicht so begeistert von dem Spiel. Und deswegen kaufte ich es mir auch nicht … doch durch die PC Games Vollversion im November 2004 kam auch ich in den Genuss dieses Spiels. Und ich freue mich wieder einmal über die Heft-CDs.
Syberia ist ein Adventure wie ich es liebe: eine tolle Story, ein tolle Hauptcharakter, eine schöne Grafik (naja, die brauche ich in einem Adventure zwar nicht unbedingt), und eine super Musik … all das hat mich überzeugt. Kein anderes Adventure hat so viele schöne, einzigartige Hintergründe, so groteske Charaktere und eine so schöne Vermischung zwischen Realität und Fiktion. Einfach toll, so ein Spiel.
Naja, ich weiß noch nicht ob ich mir Syberia 2 kaufen werde … vielleicht in der Syberia-Collection, denn dann habe ich auch Syberia im Original und nicht auf einer Heft-CD. Naja, ich bin schon mal gespannt auf Lost Paradise, die Screenshots versprechen ja schon wieder eine Grafikpracht wie man sie nur von Benoit Sokal gewohnt ist. Die Syberia-Serie ist übrigens abgeschlossen, die Geschichte hat laut BS ein Ende gefunden.
Somit: Der Kaufvertrag muss unterschrieben werden!
7 von 10
Freund Oder Feind. Eine Mitfahrgelegenheit.
Veröffentlicht Oktober 12, 2007 games inside 0 KommentareTags: castlevania, dreamcast, gameboy, luigi, mario, mario 64, master system, mega drive, metroid prime, microsoft, n64, nes, olympic games, sega, snes, sonic, sonic the hedgehog, sony, super mario bros, super mario land, the hedgehog
Erinnert sich noch einer an diesen einen Klempner, der zwar viel kleiner und dicker als sein großer Bruder ist, aber doch viel mehr Ruhm und Lob bekommen hat? Wieso erinnern? Er war doch nie weg. Stimmt eigentlich. Aber doch hat er sich verändert.
Und weiß eigentlich jemand, was Hedgehog auf Deutsch heißt? Dieses kleine blaue und blitzschnelle Ding. Auch eine eigene Geschichte. Weltberühmt. Aushängeschild einer riesigen Firma. Wannabe-Rockstar und Ikone einer ganzen Generation.
Und jetzt stellt man sich nur mal vor, diese beiden Gestalten vereinigen sich. Nach jahrelanger Feindschaft und Kampf um die Fans. Das wäre, wie wenn The Libertines mit den Babyshamples zusammenarbeiten würden. Viel gemeinsam, aber doch wieder ganz anders.
Sonic, the Hedgehog, ist natürlich der blaue Blitzigel. Segas Aushängeschild und vertreten auf allen jemals gängigen Sega-Konsolen. Zum ersten Mal in Kontakt mit ihm kam ich durch eine Runde Mega Drive bei einem Freund. Hatte schon was das Spiel. Und sein erster großer Auftritt auf der leider klanglos versumpften DreamCast hatte auch bei Sega-Gegnern Entzücken ausgelöst.
Mario, der dicke Klempner und Prinzessinen-Retter gilt auch immer noch als die Figur, die man mit dem großen Namen Nintendo verbindet. Auch wenn seit den glorreichen Zeiten mit Super Mario Bros (NES, SNES), Super Mario Land (GameBoy) und Mario 64 (N64) viel Software ins Land gezogen ist. Aber obwohl Metroid oder Castlevania eigentlich auch mit Nintendo verbunden werden müssten, bleibt Mario der Headchief der Firma.
Und nach dem heftigen und höchst interessanten Videospielcrash Mitte der Achtziger brachte ja bekanntlich Nintendo mit dem NES den Stein wieder ins Rollen. Atari versuchte sich mit halbgarer Hardware. Sega setzte mit dem Master System und dem Mega Drive nach. Und es sollte noch lange dauern, bis auch Sony oder gar Microsoft auftauchen sollten. Und gerade mit den Spielen rund um diese zwei Haudegen kämpfte Sega und Nintendo um die Vorherrschaft am wiederauferstehenden Videospielmarkt.
Doch was liest man jetzt? Mario & Sonic at the Olympic Games. Die beiden also, in einem Spiel mit zwei gleichgestellten Hauptcharakteren. Wie kann es sowas geben. Naja, Sega musste nach dem Dreamcast-Debakel den Konsolenhut nehmen und konzentrierte sich auf die Software-Erzeugung. Und da bot man sich eben auch Sony, Microsoft und Ex-Erzfeind Nintendo an. Und das erklärt nun die Fahrgemeinschaft zu den Olympischen Spielen. So à la Oliver Pocher und Eltern auf dem Weg zur Europameisterschaft in Portugal.
Was darf man sich erwarten. Gewohnte Qualität, denke ich. Aber es ist doch schön, wie sich ehemalige Erzfeinde jetzt gut verstehen. Oder machen sie das wirklich nur wegen dem Geld?
Nachdem ich in einem wunderbaren Zwei-Jahres-Vertrag gefangen bin, und mein Handy nun schon kratzige Laute ausspuckt und fast keine Anrufe und SMS mehr reinlässt, sah ich mich gezwungen, ein neues Mobiltelefon zu kaufen. Und nachdem ich nicht zu viel ausgeben wollte, und ich auch keine hohen Ansprüche an das neue Handy setzte, stieß ich auf das Motorola MotoFone F3
Das MotoFone im Detail. Es ist schwarz, sehr dünn, recht schmal und minimal hoch. Wie man es eben von Motorola sat der Rzr-Reihe gewohnt ist. Der Akku, den man, wie immer, hinten reinschiebt, ist eine Weiterentwikcklung der alten Motorola-Handies. Es hält einige Tage lang ohne aufgeladen werden zu müssen.
Das als so großartig beschriebene Display schien für mich nach der Internet-Recherche als kontrastreiches Farbdisplay zu kommen. Schließlich ist es ein komisches LED-Bildschirmchen. Ich wusste gar nicht, dass so etwas noch entwickelt wir. Und so mächtig kontrastreich sehe ich es auch nicht. Es ist eher umständlich zu lesen, da wegen der großen Schrift immer nur 7 Buchstaben in einer Zeile, und leider nur zwei Zeilen angezeigt werden können.
Meine Meinung über die Sprachqualität ist hingegen gut. Im Gegensatz zu meinem alten Handy versteht man die Leute, hat man denn einen Empfang, wirklich sehr gut. Und da ich mich früher mit meinem L6 und meinem Vertrag bei T-Mobile // Tele-Ring oft in einem Funkloch saß, so habe ich jetzt zumindest ein kleines Strichchen, das heißt, dass sowohl SMS und Anrufe zumindest aufscheinen.
Die Tasten sind nicht überraschend groß, sondern gleichen eher meinem Vorgängerhandy. Neben der Zahlen-Tasten, der grünen und der roten Taste befinden sich auf dem Handy auch noch eine Taste für das Menü und eine, welche mich zum Telefonbuch führt. Apropos Menü. Dieses ist sehr minimal und ermöglicht einem das Schreiben von SMS, das Lesen (Selbstgeschriebene werden aber nicht gespeichert), die Überprüfung der Anruflisten, die Signaleinstellungen, den Wecker und die Einstellungen für Datum und Uhrzeit. Mehr nicht.
Die Klingeltöne sind minimal polyphon. Sieben Stück sind vorgespeichert und eines ist schrecklicher als das andere. Und ich glaube, ich habe nicht die geringste Möglichkeit einen neuen Klingelton runterzuladen. Aber damit kann ich wohl auch leben. Das Finden von Menschen im Telefonbuch gestaltet sich durch die umständliche Suchfunktion als diffizile Aufgabe. Und vor allem das SMS schreiben ist eine Wissenschaft für sich. Ich weiß bis jetzt noch nicht, welches dieser kryptischen Zeichen der “.”, also der Punkt sein soll.
Der Preis, mit 30 Euro nicht gerade so billig, zumindest jetzt im Nachhinein gesehen, entspricht nicht mal im Geringsten der Ausstattung. Motorola glaubt wohl, dass man Geld damit machen kann, uralte Technik in eine neue Hülle zu stecken. Ja, sie können Geld machen. Zumindest meines.
:: Das Fazit
Ich habe den Kauf bereut. Zwar bin ich jetzt um einiges öfters erreichbar. Jedoch werde ich durch das zwar … ähm, edle Design des Handys angekuckt. Fragt man mich aber dann, was ich damit machen kann, dann zeige ich ihnen es und sage … “Telefonieren und SMS schreiben”. Wow. Ist das neu??? Jep. Schon gut, man kann auch wirklich telefonieren und unter Umständen SMS schreiben. Aber jetzt im Nachhinein bereue ich den Einkauf um 30 Euro bei Amazon. Denn eine oder zwei Wochen später gab es bei Hofer // Aldi ein netzfreies Handy um, ich denke 40 Euro. Mit Farbbildschirm, Kamera, WAP und den ganzen Blödsinn.
Und ich dachte, ich wäre Minimalist.
Technorati-Tags:Motorola, F3, Motofone
Gebloggt mit Flock

Ein Klassiker also. Nun gut. In unserer Zeit wird schnell etwas als Klassiker oder Kult aufgefasst. Was? Aus den Fünfzigerjahren? Echt. Na dann.
Was als erstes bei diesem Buch auffällt. Es hat nicht die typische Form eines Buches aus dieser Zeit. Der Autor verzichtet auf zuviel Pathos oder ähnliches, es ist eine realistische Nachstellung eines versagensbereiten Schülers, der durch New York wandert. Mit all den vulgären Ausdrücken und all den Flüchen. Alles in allem liest man dieses Buch eigentlich schnell durch.
Worum es geht? Um einen Schüler, der wieder einmal von der Schule fliegt, und beschließt, nicht gleich nach Hause zu fahren. Er verbringt die wenigen Tage, die ihm bleiben, um in New York herumzureisen und all das Geld, was ihm seine Großmutter zum Geburtstag geschickt hat, auszugeben. Und so trifft er alte Bekannte, merkt, warum er sie nicht mag, denkt lange Zeit immer nur an diese eine Frau. Und man bemerkt, dass viele misanthropische Ansätze in seiner Sprache, seinem Auftreten, seiner Abgestumpftheit zu finden sind.
Das Buch ist relativ leicht zu lesen. Sprachlich nicht hochgestochen, manchmal zwar übertrieben hässlich, aber doch wieder nahezu realistisch. J.D. Sailingers Buch (das einzige wirklich erfolgreiche Buch von ihm) wurde zum Inbegriff der Literatur und so bekam eine kurze Literatur-Epoche auch den Namen Sailinger-Ära. Was aber daran ein Meisterwerk sein soll, finde ich jetzt nach dem erstmaligen Durchlesen nicht heraus. Es ist eine interessante, manchmal überaus treffende Analyse der Probleme eines Jugendlichen (:: verdammt, das war der Plot meines Buches … ::). Und schön langsam findet der Hauptprotagonist seinen Weg.
Und gerade das stört mich an diesem Buch. Es handelt von vielleicht zwei oder drei Tagen. Umfasst 270 Seiten. Und was dann zurückbleibt? Fragen. Viel zu viel bleibt offen. Und da ist natürlich relativ ärgerlich, da man keine Fortsetzung, keine Erklärungs-Bibel erwarten kann. Sailinger schaffte es, im Gegensatz vieler seiner Kollegen, nicht, eine Welt zu entwickeln, in der diese Geschichte eingebettet ist.
:: Das Fazit
Dieses Buch hätte ich so zumindest nicht an einen Verlag eingeschickt. Aber man muss dem Autor zugute halten, dass er von einer Sprache Gebrauch machte, die in den 50er Jahren sicherlich so nur sehr selten in der Literatur zu finden war. Das Buch ist weder spannend, noch durchgehend witzig. Aber es lebt vom Fortschritt des Tages. Von den offenen Fragen, die dann doch nicht beantwortet werden. Für mich sicherlich kein Meisterwerk. Ein gutes Buch. Und ein wunderbar simples Cover.
:: Note: 3
Gebloggt mit Flock

Nachdem bei uns in Oberösterreich der Börsengang eines staatlichen Strombetreibers zur Diskussion stellt, hat es sich die Kulturinitiative 08/16 und die Arbeiterkammer Oberösterreich nicht nehmen lassen und den deutschen Dokumentationsfilm “Der große Ausverkauf” nach Gmunden geholt und mit freiem Eintritt Menschen angelockt.
Der Film behandelt vier äußerst eindringliche Schicksale. Aus allen Teilen der Welt. Und zeigt damit auf, wie schief Privatisierung laufen kann. Eine Episode bespricht den Wasserkrieg in Bolivien, Anfang der 90er. Eine andere die Privatisierung von Strom und Wasser in Afrika. Weiters wird auch noch die Gesundheitsprivatisierung auf den Philippinen, und natürlich die komplett missglückte Bahnprivatisierung in England besprochen.
Mit bedrückenden Bildern zeigt der Regisseur Florian Opitz, welche Folgen eine Privatisierung von Diensleistungen und Grundrechten, wie es eben das Wasser ist, hat. Dass es die einen mit zynischem Humor nehmen (England), mit aktivem Protest bekämpfen (Bolivien und Afrika) oder mit unabänderlicher Arbeit und starker seelischer Belastung (Philippinen), ist bemerkenswert. Und traurig.
Besonders der Abspann ist bedrückend. Während man sich noch während des ganzen Films über die schrägen Aussagen der WTO (Welthandelsorganisation) und das lächerliche Video des IWF (Internationaler Währungsfonds)wundert und manchmal auch etwas schmunzelt, bedrückte das Outro mein Gemüt. Denn hier waren keine Schauspieler am Werk. Alles Einzelschicksale dieser wunderbar globalisierten Welt. Zu diesem Zeitpunkt war ich wirklich kurz davor, einige Tränen für einen Dokumentationsfilm zu verlieren. Und das war mir das letzte Mal bei “Bowling For Columbine” passiert.
Die Bilder sind, wie schon gesagt erschreckend real, und unglaublich ernüchternd. Die Musikuntermalung treibt an den richtigen Stellen das Entsetzen voran. Und nach dem Film ist vor dem Film. Ich war ja schon immer ein Privatisierungsgegner, seit dem Zeitpunkt, an dem ich mich wirklich für Politik interessierte. Zur Zeit der Post-Privatisierung im Jahre 1999. Ich wusste, wie bescheuert diese Idee ist, ein kurzzeitiges Finanzloch mit dem Verkauf eines profitablen Dienstleistungsunternehmens zu stopfen. Der Film zeigt wieder einmal nur vier Einzelschicksale. Schreckliche Einzelschicksale. Sucht Schuldige (WTO, IWF und Weltbank). Und lässt uns dann mit den Zusammenfassungen des weiteren Lebens der Gefilmten zurück. Was mir persönlich gefehlt hat, waren die Zahlen, die Michael Moore Filme manchmal aus dem banalen Humor heben. Wie viele Opfer die Privatisierung schon hatte. Wie viele Firmen in den letzten zehn Jahren privatisiert wurden, und was es für die Staaten für Folgen hatte. Und auch die Beteiligung der EU an dem Desaster bleibt unangetastet.
Die anschließende Diskussion mit einem Sprecher der ATTAC, einer Dame der Abteilung Kultur der Arbeiterkammer, und einem weiteren Mann der Arbeiterkammer und des Österreichischen Gewerkschaftsbundes zeigt den wahren Grund für diesen Film an. Die Privatisierung der Energie AG. Bzw. der Versuch, sie zu verhindern.
:: Mein Fazit
Der große Ausverkauf spielt mit den Emotionen des Zusehers. Ein typischer Film eben, stimmt. Die Einzelschicksale sind mit viel Überlegung ausgewählt worden und zeigen die schrecklichen Folgen der Privatisierungen auf der ganzen Welt. Dass in diesen 98 Minuten einiges unbehandelt bleibt, scheint nebensächlich durch den emotionsgeladenen Schluss. Doch ich bleibe sicherlich fragend zurück. Wer sich mit diesem Thema zum ersten Mal befasst hat, der scheint mit diesem Film Grundlagen für einen Protest gegen die Privatisierungen gefunden zu haben. Für einen wohl Informierten aber fehlen die handfesten Fakten.
:: Note: 3
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Viel hat man ja schon von diesem Film gehört. Für Academy-Awards nominiert, stets gelb und immer fröhlich erschien mir diese Komödie durch die Betrachtung der vielen Trailer. Und letzte Woche konnte ich dann endlich einmal dieses kleine Kunstwerk betrachten.
Der heroinsniffende Großvater, der suizidgefährdete Onkel, die spirituelle Mutter, der erfolgswünschende Vater, der sprachlose Bruder und eben dieses kleine Mädchen, mit dem Wunsch, Schönheitskönigen zu werden. Das sind die Hoovers. Und nachdem sie in einer lokalen Ausscheidung der Little Miss Sunshine Wahl Zweite geworden ist, und die Erste in irgendeiner Weise gedopt war, darf Olive, so der Name des Mädchens, zum nationalen Wettbewerb nach Kalifornien kommen. Doch wie kommt man denn bitteschön von Alberqueue nach Kalifornien? Klar. Mit dem VW Bus.
Von nun an beginnt eine enorm lustiges Roadmovie. Was dieser Familie alles passiert ist so schön tragisch-komisch. Und bis zum genialen Finale lacht man eigentlich fast über jede Einzelheit des Films. Das muss man den Regisseuren zugute halten. Sie haben auf Slapstick verzichtet und mit bissigem Humor schon mal schnell den Schönheitswahn oder ähnliches kritisiert.
Zwar scheint es, als würde sich alles um diese kleine Olive drehen. Doch in Wahrheit hat jeder dieser sechs Charaktere ihre Eigenheiten und ihre Schrägheiten. Alle haben sich in ihrer Rolle zu einer Hauptrolle entwickelt. Dass dabei mehr und mehr Seifenblasen platzen, nimmt man ebenso mit Humor hin, wie auch einige Abfolgefehler, die so offensichtlich sind, dass man sie nicht übersehen kann.
Mit hochwertigen Schuaspielern garniert, genial gedreht und überaus lustig von den Drehbuchautoren geschrieben ist Little Miss Sunshine eine der schönsten Tragikkomödien, eines der schönsten Roadmovies überhaupt. Dass Abigail Breslin für den Oscar nominiert wurde, finde ich ebenso großartig. (Man kann von den Academy Awards halten was man will, aber wenn ein kleines Mädchen dafür nominiert wird, dann ist das schon etwas Besonderes. So musste sich übrigens der Queen geschlagen geben)
:: Mein Fazit
Überaus lustig, schöne Bilder, ein VW Bus (!) und banale Charaktere lassen Little Miss Sunshine zu einem Filmerlebnis werden. Wenn plötzlich nur mehr der ganze Kinosaal lacht, fragt man sich, wie Menschen auf solche Ideen gekommen sind. Das eine Komödie auch noch die Gewinnermentalität und den Schönheitswahn der Amerikaner kritisieren kann, sehen wir auch in diesem Filmchen. Mit knapp 100 Minuten Laufzeit gerade richtig. Und alles zusammenfassend kann ich den Film nur empfehlen!
:: Informationen
Originaltitel: Little Miss Sunshine
Produktionsland: USA
FSK: ab 6 Jahren
Veröffentlichungsjahr: 2006
IMDB-Wertung: 8,2
Eigene Wertung (Schulnote): 1
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